Oschatz. "Meine Erwartungen wurden weit übertroffen", sagte Iris Kübler, Chefin der Oschatzer Freizeit GmbH. Die Aktion "Schwimmen für Demokratie und Toleranz" in Oschatz motivierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene mitzumachen und ein Zeichen zu setzen. Von den drei Angeboten - die Ausstellung "In guter Verfassung", Präventionsmaßnahmen am Platsch mit verschiedenen Anbietern, zum Beispiel der Polizei - war das Schwimmen der sportliche Höhepunkt. Veranstalter waren der Freistaat und das Landratsamt Nordsachsen.
Mit dem ersten Startschuss gingen Oberbürgermeister Andreas Kretschmar, Sozialdezernent Hans-Günter Sirrenberg, der Torgau-Oschatzer Revierleiter Andreas Müller und Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller ins Wasser und zogen ihre Bahnen. Von Anfang an herrschte im Platsch-Bad eine tolle Stimmung - zu verdanken war die unter anderem den beiden Moderatoren Daniel Seidel und Jens Kruppa. Der Schwimmer vom Riesaer SC holte mit der Mannschaft bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000 über 4-mal 100 Meter Lagen Bronze und 2004 in Athen über die gleiche Distanz Silber. Daniel Seidel und er vermittelten den Teilnehmern und Gästen ansteckende gute Laune. Zeitgleich fand die gleiche Veranstaltung in Eilenburg statt, zu der es eine Konferenzschaltung gab.
Staatssekretär im Innenministerium Dr. Michael Wilhelm - der Mitinitiator und früher selbst Schwimmer - ging sowohl in Eilenburg als auch in Oschatz an den Start. Auch er freute sich über den Zuspruch. "Es haben sich 124 Personen gemeldet und registrieren lassen. Das ist für Oschatz ein gutes Ergebnis. Letztendlich sind auch viele Kinder, Jugendlichen und Erwachsene mitgeschwommen, die sich nicht haben registrieren lassen", so Iris Kübler. Immerhin seien rund 400 T-Shirts mit dem Aufdruck "Schwimmen für Demokratie und Toleranz - ich bin dabei!" rausgegangen. Mit geschwommen sind auch die Ausländerbeauftragte beim Landratsamt Susann Flathe und Sozialamtsleiterin Jutta Pfennig mit ihrer Enkelin Anna (6).
Vor allem Kinder konnten es nicht erwarten, ins Wasser zu kommen. Dazu gehörten Laura Roland (11), Saskia Welke (13) und Jasmin Koslowski (11) von der Torgau-Oschatzer Wasserwacht. Im Wasser sind sie nicht nur in ihrem Element, auch sie wollten mit ihrer Teilnahme ein Zeichen setzen. "Toleranz ist auch, wenn jemand einer anderen Person den Vortritt lässt beim Schwimmen, auch, wenn man noch so schnell ins Wasser möchte", so Kübler.