4. März 2017 Leipziger Volkszeitung

Vogelgrippe: Sperrbezirke aufgehoben

Nordsachsen. Die Geflügelpest-Sperrbezirke im Delitzscher Ortsteil Laue sowie in Rackwitz wurden nun aufgehoben. Das teilte das Landratsamt Nordsachsen mit. Der Sperrbezirk in Laue wurde eingerichtet, nachdem am 9. Februar Vogelgrippe-Erreger bei einem in dem Ort aufgefundenen toten Bussard nachgewiesen wurden. Der Sperrbezirk in Rackwitz ging auf den Ausbruch der Geflügelpest in einem Putenbestand zurück. Damals mussten 6500 Puten getötet werden.

Seither wurden in beiden Sperrbezirken keine weiteren Fälle des hochansteckenden Geflügelpest-Virus des Subtyps H5N8 bei Wildvögeln beziehungsweise bei in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln mehr nachgewiesen. Eine Entwarnung für Nordsachsen bedeutet dies allerdings nicht. So wurde erst am Montag in einem Ortsteil der Delitzscher Nachbarstadt Bitterfeld-Wolfen die Vogelgrippe bei einem toten Haubentaucher nachgewiesen. Das daraufhin eingerichtete Beobachtungsgebiet umfasst Teile des auch bei Delitzschern als Ausflugsgebiet beliebten Großen Goitzschesees. Innerhalb des Beobachtungsgebietes dürfen beispielsweise Hunde nicht frei herumlaufen.

Das Landratsamt betonte zudem, dass auch die in den Beobachtungsgebieten um Laue und Rackwitz geltenden Bestimmungen bestehen bleiben – um Laue voraussichtlich bis zum 11. März, um Rackwitz bis zum 10. März. Das bedeutet beispielsweise, dass Geflügel und Eier weiterhin nicht aus Betrieben nach außerhalb verbracht werden dürfen. Das Verbringungsverbot gilt zudem für frisches Fleisch von Geflügel und Federwild oder deren Produkte sowie tierische Nebenprodukte (zum Beispiel Mist, Kot und Federn) aus Geflügelhaltungen. Zum Beobachtungsgebiet im Lauer Umland gehören auch die Stadt Delitzsch mit allen Ortsteilen, die Gemeinde Löbnitz mit allen Ortsteilen sowie unter anderem Tiefensee, Krensitz und große Teile der Gemeinden Schönwölkau und Wiedemar.

Das Landratsamt erinnerte zudem an die sachsenweite Aufstallpflicht, die ebenfalls bestehen bleibe. Demnach sind Geflügel und gehaltene Vögel in geschlossen Ställen oder unter einer nach oben abgedeckten Schutzvorrichtung unterzubringen, welche einen Kontakt zu Wildvögeln verhindert.