Kreisgebiet (pfü). Auf dem Arbeitsmarkt drängt die Generation 50 plus in den Vordergund. Auch im jüngsten Pressegespräch spielten die über 50-Jährigen eine wesentliche Rolle. In Nordsachsen sind 5360 Männer und Frauen über 50 Jahre arbeitslos. In Jobcenter und Arbeitsagentur sprachen die Geschäftsstellenleiter davon, das den "Älteren" mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden soll. Zumal die Jugendlichen aufgrund der demografischen Entwicklung weniger werden. Aber auch der Fachkräftemangel sorgt nun für ein neues Bundesprogramm.
Um die Beschäftigungsmöglichkeit für Ältere im Freistaat Sachsen zu verbessern, unterstützt die Bundesagentur für Arbeit die Gemeinschaftsinitiative "5000 mal 50 - Erfahrung zählt" der Sächsischen Staatsregierung, der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der sächsischen Industrie- und Handelskammern sowie der sächsischen Handwerkskammern.
"Hierbei geht es aber nicht darum, Neues zu kreieren, sondern um die bessere Ausschöpfung vorhandener Potenziale. Es gilt, die Marktfähigkeit der älteren Arbeitnehmer zu erhalten und zu verbessern, um sie für die wirtschaftliche Entwicklung Sachsens gewinnbringend einzusetzen. Hierbei kommt es auf das vernetzte Agieren aller beteiligten Arbeitsmarktpartner an", so der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Leipzig, Wolfgang Steinherr. Ziel der Initiative ist es, dass Unternehmen mit gezielten Aktionen und Angeboten Stellen für über 50-Jährige schaffen und so das in Sachsen vorhandene Arbeitskräftepotenzial besser nutzen.
Im ersten Schritt führt der gemeinsame Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter vom 11. bis zum 15. April eine konzertierte Aktion bei Unternehmen durch. "Damit wollen wir bei Unternehmen gezielt Stellen einwerben und das Arbeitskräftepotenzial sowie unsere Unterstützungsmöglichkeiten darstellen", erklärt Steinherr. Der Bedarf an Fachkräften werde künftig weiter steigen. Die Gewinnung von Fachkräften bei den über 50-Jährigen bilde eine tragende Säule bei der Fachkräftesicherung. "Zur Beschäftigung Älterer berät ein persönlicher Ansprechpartner aus dem gemeinsamen Arbeitgeberservice gerne. Nehmen Sie uns beim Wort und nutzen Sie die individuelle Beratung vor Ort und die passgenaue Vermittlung", wirbt Steinherr.