1. Dezember 2011 Frank Pfütze (Leipziger Volkszeitung)

Arbeitsmarkt blüht auch im November

Anteil der Langzeitarbeitslosen nimmt zu / Gesamt-Quote im Altkreis Delitzsch jetzt bei 11,65 Prozent

Kreisgebiet. Im Landkreis Nordsachsen ist die Arbeitslosigkeit geringfügig um 157 Personen auf 12104 Personen angestiegen. Gegenüber dem Vorjahr sind das 722 Personen weniger. Im Landkreis Nordsachsen ist die Arbeitslosigkeit im November um 34 auf nunmehr 6588 Personen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote steht damit bei 11,65 Prozent (abhängig zivile Erwerbspersonen). Aktuell sind in Delitzsch 3568 und in Eilenburg 3020 Arbeitslose registriert. Von den Betroffenen werden 1350 in den Agenturen in Delitzsch und Eilenburg betreut, die in den ersten zwölf Monaten verantwortlich sind. Dementsprechend 5238 Kunden zählt das Jobcenter, das sich danach weiter kümmert. "Das Verhältnis verändert sich immer stärker, die Agenturen zählen immer weniger Kunden, die Jobcenter immer mehr. Dennoch sind die Gesamtzahlen für einen November recht gut", sagte Tino Sandner von der Arbeitsagentur Delitzsch. Vor allem in der Baubranche sorgen die milden Temperaturen dafür, dass es noch nicht zu Arbeitslos-Meldungen in Größenordnung gekommen ist. Die Anzahl der unter 25-jährigen Arbeitslosen ging um 56 auf nunmehr 581 zurück. Aktuell sind im Altkreis Delitzsch 378 offene Stellen gemeldet und 117 Ausbildungsplätze noch nicht besetzt.
In Nordsachsen gibt es 12896 Bedarfsgemeinschaften (Familien oder einzelne Personen, die Hilfe bekommen). In diesen Gemeinschaften leben 17361 Menschen, die Hartz IV erhalten. Weitere 5375 bekommen Sozialgeld. Die Anzahl der Empfänger von Arbeitslosengeld II ist um 195 zurückgegangen, die der Bedarfsgemeinschaften um 95. "Die Chancen für arbeitslose Menschen auf einen Job sind besser als noch vor einigen Jahren. Leider gibt es immer noch Vorbehalte von Unternehmen, wenn der Lebenslauf nicht so geradlinig ist. Manchmal trauen sich Arbeitslose mitunter zu wenig zu, wenn es um den Wiedereinstieg ins Berufsleben geht", so Frank Germer, Geschäftsführer des Jobcenters. Neben der Arbeitslosigkeit weist die Agentur die Unterbeschäftigung aus, bei der auch die Teilnehmer an Arbeitsmarktmaßnahmen einschließlich zweitem Arbeitsmarkt und Weiterbildung einbezogen werden. Ende April lag die Unterbeschäftigung im Landkreis Nordsachsen bei 15049 Personen, 179 weniger als im März. Das entspricht 13,7 Prozent.