20. Juli 2011 Frank Pfütze (Leipziger Volkszeitung)

Arbeitsmarkt - Bundesagentur orientiert sich an Kreisgrenzen

Kreisgebiet (pfü). Die Zuschnitte der Agenturbezirke sollen sich künftig mehr an den Grenzen der Landkreise und Städte orientieren. Das ist Teil einer Grundsatzentscheidung, die der Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit getroffen hat. In einer Pressemitteilung kündigt die Bundesagentur an, die Zahl der Agenturbezirke voraussichtlich von derzeit 176 auf 156 zu reduzieren. Kleinere Agenturen sollen mit benachbarten Agenturen zusammengeschlossen werden, heißt es in der Mitteilung.
Zu den Auswirkungen für den künftigen Zuschnitt der Oschatzer Agentur sagte Sprecher Volkmar Beier gestern auf Anfrage der Kreiszeitung, dass es einen Rückzug der Bundesagentur aus der Fläche, und das ist wohl der Kern des vorliegenden Entwurfes, mit der geplanten Neuorganisation nicht geben wird. Auch wenn einzelne Aufgaben neu und effektiver zu verteilen sind. Mit der geplanten Einräumigkeit der Verwaltung ziele die Bundesagentur auf deckungsgleiche Regionalstrukturen ab.
"Nach den Planungsvorstellungen für den neuen Zuschnitt des Agenturbezirkes Oschatz setzt sich dieser aus dem Landkreis Nordsachsen und dem Landkreis Leipzig zusammen, wohingegen der Dienststellenbereich Döbeln in einem neu zu bildenden Agenturbezirk Mittelsachsen aufginge. Es handelt sich dabei wie eingangs erwähnt um Grundüberlegungen. Für die Umsetzung bedarf es der Zustimmung der entsprechenden Gremien und der Politik", bestätigte Beier. Eine mögliche Realisierung sei im Laufe des nächsten Jahres angedacht. Es sei eine rein interne Neustrukturierung. Die Kunden behalten ihren Ansprechpartner weiterhin vor Ort.
Sachsen bekäme nach Informationen dieser Zeitung übrigens als einziger Regionalbereich einen Agentur- zuwachs. Obwohl die Anzahl bundesweit von 178 auf 156 abnimmt, soll in Sachsen mit der Agentur Mittelsachsen eine elfte (bisher zehn) dazukommen.