Nordsachsen (TZ). Der Bund hat jetzt ein Folgeprogramm auf den Weg gebracht, mit dem die Mehrgenerationenhäuser (MGH) auch über die ursprünglich terminierte Förderperiode hinaus unterstützt werden können. „Nach intensiven Gesprächen ist es gelungen, mit jenem Programm die hervorragende Arbeit beispielsweise der Häuser in Arzberg, Dommitzsch und Delitzsch in die Zukunft zu tragen“, sagte MdB Manfred Kolbe. So werde das neue Programm im kommenden Jahr ausgeschrieben, um zum 1. Januar 2012 zu starten. Es ist auf insgesamt drei Jahre angelegt.
Die Kommunen sollen sich dabei an der Finanzierung der Einrichtungen beteiligen. Nach Aussage Kolbes bedarf dies jedoch noch weiterer Abstimmungen mit Bund und Ländern. Inhaltliche Schwerpunkte des Folgeprogramms seien unter anderem die Etablierung von Unterstützungsangeboten für Demenzkranke und deren Familien, integrationsfördernde Angebote oder auch die Vernetzung von Einrichtungen und Initiativen im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements. Bundestagsabgeordneter Manfred Kolbe dazu: „Die jetzt anstehende Ausschreibung eines Folgeprogramms ist auch eine Anerkennung der Leistung der engagierten und größtenteils ehrenamtlichen Arbeit in den Mehrgenerationenhäusern, die für viele Helferinnen und Helfer sowie für Besucherinnen und Besucher ein völlig neues nachbarschaftliches Miteinander geschaffen haben.“ Wie hoch die Bezuschussung allerdings konkret sein werde, konnte Kolbe noch nicht mitteilen. Auch beim Bundesministerium für Familie sucht man derlei Antwort bislang vergebens. Auf der Homepage des Ministerium wird lediglich darauf verwiesen, dass 2011 ein Folgeprogramm zur Förderung der Mehrgenerationenhäuser ausgeschrieben wird. Die Themen „Alter und Pflege“ oder auch „Integration und Bildung“ sollen das Profil der Mehrgenerationenhäuser weiter schärfen, heißt es dort.