Torgau (TZ). Der Bau einer vierspurigen B 87n hat auch aus Sicht des Freistaates Sachsen oberste Priorität. So viel steht seit dem gestrigen Arbeitstreffen zwischen Landrat Michael Czupalla, Torgaus Oberbürgermeisterin Andrea Staude und dem sächsischen Staatssekretär für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Roland Werner, fest.
Die beiden nordsächsischen Lokalpolitiker zeigten sich hocherfreut und dankbar für die eindeutige Aussage des Staatssekretärs pro B 87n und Ortsumgehung Torgau. „Die Planungen für Letztere sollten nicht durch offene Fragen wie zum Beispiel die Anbindung an die A 14 verzögert werden“, so die Erklärung Werners. Die stimmte vor allem Oberbürgermeisterin Andrea Staude froh, die dem Staatssekretär in der Aussage, dass Torgau schon zu lange auf eine Ortsumgehung warte, voll und ganz zustimmte. „Wir sind übereingekommen, gegebenenfalls die Verfahren zu trennen, um den Bau der Ortsumgehung vor anderen Maßnahmen realisieren zu können. Denn schließlich müssen wir hier ja auch noch eine Brücke bauen“, so die Oberbürgermeisterin in der gestrigen Pressekonferenz. Sie betonte noch einmal, dass die Stadt endlich vom Durchgangs- und Schwerlastverkehr entlastet werden müsse. Landrat Michael Czupalla nannte das Ergebnis des gestrigen Arbeitstreffens einen Schulterschluss für die B 87n. Schließlich sagte mit Staatssekretär Werner erstmals ein Vertreter der sächsischen Landesregierung in dieser Deutlichkeit zu, sich auch gegenüber dem Bundesverkehrsministerium für die Vierspurigkeit des Projektes einsetzen zu wollen. Erste Antworten diesbezüglich möchte Roland Werner eventuell schon beim nächsten gemeinsamen Arbeitstreffen im September dieses Jahres liefern.
Zwischenzeitlich steht auch noch der Termin mit Jan Mücke, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, am 29. August in Torgau auf der Agenda. Um Einigkeit zu präsentieren, wird zu diesem ebenfalls ein Vertreter des sächsischen Ministeriums zugegen sein. Auch das sagte Roland Werner gestern auf Nachfrage der Torgauer Zeitung zu. „Wir wollen gegenüber dem Bund zeigen, dass auch dem Freistaat wichtig ist, dass das Projekt B 87n wie ursprünglich geplant, umgesetzt wird“, so der Staatssekretär.
Darüber hinaus kündigte Landrat Michael Czupalla gestern weitere Beratungen mit dem Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung und dem Planungsverband an. „Hier müssen wir mehr Druck machen, um endlich aus der Warteschleife herauszukommen“, so seine Aussage nach dem verheißungsvollen Arbeitstreffen.