20. Januar 2011 Oschatzer Allgemeine Zeitung

Beilrode - Dicke Luft zwischen Gemeinderäten

Beilrode (cw). Zwischen den beiden Beilroder Gemeinderäten Renate Götze und Hans-Jürgen Dinter herrscht dicke Luft: Dinter hatte die Berücksichtigung Götzes als Verbandsrätin in der vergangenen Woche heftigst kritisiert. "Wer gegen den Verband klagt, hat dort als Gemeindevertreter nichts zu suchen", warf Dinter der Döbrichauerin an den Kopf.
Ohnehin sei Renate Götze ja gegen jeden dort gefällten Beschluss. Die Angegriffene wies die Vorwürfe Dinters, die dieser offensichtlich auch schon in der letzten Gemeinderatssitzung des vergangenen Jahres erhob, strikt von sich. "Die Aussagen von Herrn Dinter sind verleumderisch und intrigant", konterte die Biko-Vorsitzende. Sie könne die gegen sie vorgebrachten Vorwürfe jedenfalls nicht nachvollziehen. Hans-Jürgen Dinters zum Teil persönliche Kritik in Richtung Renate Götze wurde auch durch Gemeinderat Dr. Klaus Landschreiber missbilligt. "Das gehört nicht in diese Sitzung", mahnte Landschreiber.
Amtsverweserin Heike Schmidt hatte daraufhin erklärt, dass die Kritik an Renate Götze nicht nur von Hans-Jürgen Dinter geäußert worden sei, sondern auch von Teilen des ehemaligen Großtreben-Zwethauer Gemeinderats. Nach Aussage Heike Schmidts habe es zwischen ihr und Renate Götze bereits ein Gespräch gegeben, das die Problematik des Abstimmungsverhaltens innerhalb der Zweckverbandsversammlung zum Inhalt hatte. Problem: Würde Renate Götze gegen den Rest der Beilroder Abgeordneten stimmen, würde die gewichtige Stimme Beilrodes als ungültig gewertet werden. Dann hätte Arzberg die Chance, mit seinen Stimmen eine Entscheidung in der Verbandsversammlung herbeizuführen. Torgau würde keine Rolle mehr spielen.