6. Juni 2011 Leipziger Volkszeitung

Bundesstraße 87 neu

IHK startet Umfrage unter Unternehmen

Kreisgebiet (red). Die anhaltende Diskussion zum Ausbau der B 87n bewegt die Nordsachsen. Von ihrem Ausgang hängt in großem Teil die wirtschaftliche Zukunft der Region ab. Um den politischen Entscheidern erneut die Dringlichkeit einer durchgehend vierspurigen Strecke zu verdeutlichen, hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig eine Umfrage initiiert. Direkt und indirekt betroffene Unternehmen der Region sind ab sofort aufgerufen, sich daran zu beteiligen und in fünf Fragen kurz und knapp den Einfluss einer funktionsfähigen vierspurigen B87n auf ihren Betrieb darzulegen. Bis Freitag können sie im Internet unter www.leipzig.ihk.de den Fragebogen abrufen.
"Die Verbesserung der straßenverkehrlichen Erschließung im Landkreis Nordsachsen ist sowohl für den nachhaltigen Fortbestand der etablierten Unternehmen, als auch für Firmenneuansiedlungen von strategischer Bedeutung", sagt IHK-Präsident Wolfgang Topf. "Das soll diese Kurzumfrage untersetzen. Deshalb unser Appell an die betroffenen Unternehmen: Nutzen Sie diese Stimme. Denn die Ergebnisse werden wir am 20. Juni in das Gespräch mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) einbringen."
An diesem Tag werden Vertreter des BMVBS zu einem Arbeitsbesuch in Torgau erwartet. Dort sollen nochmals alle regionalen Aspekte und Fakten besprochen werden, die im Zusammenhang mit dem vierspurigen Aus- beziehungsweise Neubau der B 87n stehen. Im Ergebnis der Beratung soll es eine endgültige Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums geben.
Hintergrund: Im Rahmen der Überprüfung der bestehenden Bundesverkehrswegeplanung soll der vierspurige Neubau der B 87 n planungsseitig neu justiert werden. Die bisher durchgehende vierspurige Planung der B 87n von der A 14 bei Leipzig über Eilenburg bis hinter Torgau soll ab Eilenburg nur noch zweispurig - ergänzt durch einige Überholspuren - ausgelegt werden. Damit würde eine autobahnähnliche Variante der Straße, die in der Verlängerung zukünftig auch den Raum bis Cottbus erschließen soll, endgültig entfallen.