Kreisgebiet/Berlin (red). Der Deutsche Bundestag hat das sogenannte Versorgungsstrukturgesetz beschlossen, teilt der für Nordsachsen zuständige Abgeordnete Manfred Kolbe (CDU) mit. Verwaiste Arztpraxen und lange Anfahrtswege für die Patienten im ländlichen Raum sollen damit der Vergangenheit angehören. "Das deutsche Gesundheitssystem ist eines der besten der Welt. Eine gute, wohnortnahe und flächendeckende Versorgung der Patienten ist sein Markenzeichen. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Die jetzt beschlossenen Maßnahmen werden dafür sorgen, dass es für Ärzte wieder attraktiver wird, sich bei uns im Landkreis Nordsachsen im ländlichen Raum niederzulassen", so Kolbe (CDU) nach der Abstimmung.
Eine Vielzahl von Maßnahmen solle das sicherstellen. Neben spürbaren finanziellen Anreizen wird etwa die sogenannte Residenzpflicht aufgehoben, so dass Ärzte nicht mehr in dem Ort, in dem ihre Praxis ist, auch wohnen müssen. Außerdem werden bessere Möglichkeiten für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Landärzte geschaffen. Insbesondere für den ländlichen Raum soll der Zuzug von Ärzten über Vergütungsanreize gesteuert werden. Kolbe ist sich sicher: "Dieses Gesetz wird spürbare Verbesserungen für die Patienten zur Folge haben." Neben der ärztlichen Versorgung werde unter anderem noch eine Verkürzung der Wartezeiten auf einen Arzttermin und die Einführung der bundeseinheitlichen Rufnummer 116117 für den ärztlichen Notdienst angestrebt.