Nordsachsen (TZ/seb). Der „Rasende Robert“, die Schmalspurbahn durch den Südteil des Kreises, steht vor dem Supergau. Weil der Freistaat massive Kürzungen im sogenannten Schienenpersonennahverkehr plant, droht ihm die Pleite. Im Landratsamt kam es deshalb gestern zur Krisensitzung zwischen Landrat und den Bürgermeistern, deren Kommunen an der gefährdeten Döllnitzbahn beteiligt sind.
Wie wahrscheinlich ist es, dass dem „Rasenden Robert“ das Feuer ausgeblasen wird?
Michael Czupalla: Wir tun alles, damit es nicht passiert. Ich habe Landrat Dr. Gerhard Gey, den Vorsitzenden der Verbandsversammlung des ZVNL, angerufen, um ihm zu verdeutlichen, welche Auswirkungen ein Beschluss zur Kürzung der Mittel für den Betrieb der Döllnitzbahn hätte. Er wollte sich dafür einsetzen, dass am Montag noch keine Entscheidung gefällt wird.
Ist überhaupt eine Lösung denkbar?
Der Bund stellt sogenannte Regionalisierungsmittel für den Nahverkehr zur Verfügung, die vom Freistaat allerdings erheblich gekürzt an die Zweckverbände weitergegeben werden. Eine Korrektur an dieser Stelle könnte helfen.
Welcher Schritt kommt als nächster?
Ich möchte eine Antwort vom Land haben, warum die Mittel einbehalten werden. Die Vermutung liegt nahe, dass damit die erheblich gestiegenen Kosten für den Citytunnel, die der Freistaat mit zu tragen hat, beglichen werden sollen.