Torgau/Nordsachsen (seb). Landrat Michael Czupalla (CDU) erwartet, dass im August umsetzbare Maßnahmen zur Bekämpfung des Ärztemangels in Nordsachsen feststehen. Am Ende der jüngsten Regionalkonferenz zur medizinischen Versorgung (wir berichteten) sagte er: "Wir wissen, wie viele Ärzte wir brauchen. Wir wissen, dass die Lebensumstände stimmen müssen. Am Ende treffen wir uns beim Geld."
Auf den Vorschlag des CDU-Bundestagsabgeordneten Manfred Kolbe, die Anliegen des Kreises im laufenden Gesetzgebungsverfahren geltend zu machen, ging Czupalla nicht ein. "Wir machen das lieber lokal." Seine geringe Begeisterung für das "große Rad" speist sich wahrscheinlich aus den negativen Erfahrungen mit dem bundesdeutschen Pilotprojekt für Ärzte im ländlichen Raum, an dem die Region Torgau-Oschatz teilgenommen hatte. Die dort unterbreiteten Vorschläge waren nicht umsetzbar. "Diese unbefriedigenden Lösungsansätze veranlassten uns, umgehend mit der Vorbereitung dieser Regionalkonferenz zu beginnen und über diesen Weg für unsere regionalen Besonderheiten im bundesdeutschen Kontext Lösungsansätze zu erarbeiten", so Czupalla.