Nordsachsen (TZ). Für Empörung im Landratsamt hat ein Schreiben der Oschatzer Arbeitsagentur-Chefin Marlies Hoffmann-Ulrich und ihres Leipziger Kollegen Wolfgang Steinherr an die Kreisräte gesorgt. Auf zwei A4-Seiten werben die Vertreter der Bundesbehörde für den Erhalt der ARGEN im Landkreis und listen Argumente gegen die von der Kreisverwaltung angestrebte Optionslösung auf.
Über die Fraktionsspitzen wurde das Papier den Räten zugestellt. Denen soll es bei ihrer Entscheidung zwischen einem der beiden Modelle als Entscheidungshilfe helfen. „Ich verwehre mich dagegen, wie hier Behörden miteinander umgehen. Am 8. Dezember fällt eine demokratische Entscheidung. Auch danach muss man noch miteinander arbeiten können.“ Czupalla sieht mit dem Schreiben den Vorsatz verletzt, dass sich beide Seiten im Ringen um die besten Argumente nicht gegenseitig beschädigen. Zudem habe er wenigstens erwartet, auch ein Exemplar zu bekommen. Der Landrat kündigte gestern an, Briefe an den Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise sowie an die Kanzlerin zu schreiben. „Frau Merkel muss ihre Truppen in den Griff bekommen“, fordert der nordsächsische Verwaltungschef.