Hof/Borna. Die Mitarbeiter des Edeka-Lagers in Hof behalten bis 2012 ihren Arbeitsplatz, ihre Kollegen in Borna bis 2013. Das ist das Ergebnis der gestrigen Gesprächsrunde des Aktionsbündnisses mit der Geschäftsführung der Edeka Nordbayern/Sachsen/Thüringen GmbH in Borna. Das Aktionsbündnis macht sich für die Belange der Edeka-Mitarbeiter in Hof und Borna stark.
Klar scheint jetzt, dass das Unternehmen das Gelände sowohl in Hof als auch in Borna nicht selbst vermarkten werde. Externe Interessenten sollen zur Nachnutzung gefunden werden. Edeka erklärt sich bereit, neuen Investoren bei Übernahme der Edeka-Mitarbeiter Investitionsbeihilfen zu zahlen. Offen sei allerdings, was passiert, wenn sich niemand findet. Dagegen sei geklärt, dass die Edeka-Mitarbeiter in Berbersdorf nach dem Groß- und Außenhandelstarifvertrag bezahlt werden, der in Sachsen gilt. Das bedeute keine finanzielle Verschlechterung. Allerdings werde sämtlichen 250 Mitarbeitern in Hof und 270 Mitarbeitern in Borna zunächst gekündigt. Ein Teil von ihnen erhalte ein Übernahmeangebot. Wie viele das genau sein werden, soll bis Ende Januar geklärt werden. "Es ist gut, dass die Gespräche stattgefunden haben und der Tariflohn gezahlt wird. Schade allerdings, dass beim Übergang der Mitarbeiter nach Berbersdorf noch zu viele Fragen unbeantwortet blieben", sagte gestern Stefan Bräuer, Betriebsratsvorsitzender in Hof.