Kreisgebiet (red). Für die Eindämmung von Ein-Euro-Jobs und eine zielgenaue Förderung für Langzeitarbeitslose macht sich Bernd Günther vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) stark. Der Vorsitzende der DGB-Region Leipzig-Nordsachsen schließt sich nach eigenen Worten der Kritik des Bundesrechnungshofs in dessen jüngstem Bericht an.
"Die Kritik an den so genannten Ein-Euro-Jobs ist berechtigt. Sie besteht, so lange es Hartz IV gibt und sie schließt nahtlos an die Studie des ZEW Mannheim an, wonach das Instrument weitgehend wirkungslos für die Teilnehmer ist", erklärt Günther in einer Pressemitteilung. Die Bundesregierung habe seit 2005 den Missstand nicht abgestellt, dass Ein-Euro-Jobs mit der "Gießkanne" eingesetzt werden, anstatt eine auf den Einzelfall zugeschnittene Integration zu betreiben, betonte Günther. "Außer der Ankündigung von Verbesserungen ist wenig passiert. Der DGB begrüßt deshalb die jüngst erhobene Forderung des Bundesagentur-Vorstands nach einer Reduzierung der Ein-Euro-Jobs und der Freiwilligkeit dieser Maßnahmen."
Der Nordsachsen-DGB-Chef fordert, das kritisierte Beschäftigungsmodell massiv zurückzufahren und nur noch auf freiwilliger Basis anzubieten, wenn Langzeitarbeitslose im Einzelfall erst an Arbeit herangeführt werden müssen.