26. Oktober 2011 Josephine Leopold (Torgauer Zeitung)

Eingliederung bis 2012

Zinna (TZ). Die Gemeinde Zinna strebt bis Ende 2012 eine Eingliederung nach Torgau an. Bürgermeisterin Karin Knorscheidt bekräftigte dieses Vorhaben. Gemeinsam mit der neu gegründeten Arbeitsgruppe arbeitet sie derzeit an einem Entwurf des Eingliederungsvertrages. Nachdem Mitte August die Bürgerbefragung in Zinna stattgefunden hat, wurde im September der Grundsatzbeschluss über die Eingliederung nach Torgau gefasst.

„Wir haben im Juli an alle Haushalte den Entwurf zur Eingliederung versendet. Bis Mitte August sollten uns die Bürger Hinweise und Änderungen zum Eingliederungsvertrag mitteilen. Außerdem konnten sie der Gemeindeverwaltung mitteilen, ob sie für oder gegen eine Eingemeindung stimmen“, sagt Karin Knorscheidt. Die Beteiligung am Entscheid sei äußerst gering gewesen. „Teilweise sind die Vorschläge der Bürger schon im Entwurf enthalten gewesen. Neue Anregungen werden natürlich berücksichtigt“, so Knorscheidt weiter. Zu den gebrachten Vorschlägen zählen unter anderem die Bitte um einen Radweg, der von Torgau nach Welsau führt, da es bis jetzt nur Fußwege in diese Richtung gibt. Außerdem müssen in der Döbernschen Straße in Richtung Eisengießerei Probleme bei der Straßensanierung geklärt werden. „Bei dieser Sache ist die Flurneuordnungsbehörde hinzuzuziehen, da hier bereits im Vorfeld Gespräche mit der Stadt Torgau erfolgt sind“, erklärt die Zinnaer Bürgermeisterin. Die derzeit tätige Arbeitsgruppe (AG) wurde im September gebildet. Ihr gehören sieben Gemeinderäte und die Bürgermeisterin an. Am 18. Oktober tagte die AG zum ersten Mal, um den Entwurf des Eingliederungsvertrages so zu gestalten, dass Verhandlungen mit Torgau aufgenommen werden können. Ist der Entwurf fertig, stellt ihn die Arbeitsgruppe im Gemeinderat vor. Dort wird dieser beraten und diskutiert und anschließend der Stadt Torgau vorgelegt.

„Wenn Zinna freiwillig nach Torgau eingegliedert wird, ist das besser als eine Eingliederung per Gesetz. So kann man als faire Partner miteinander verhandeln und eventuell notwendige Maßnahmen besser abstimmen. Bei einer Eingliederung per Gesetz hat man kaum Verhandlungsspielraum“, sagt die ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Zinna-Welsau. Wenn auch der Torgauer Stadtrat dem Vertrag zugestimmt hat, liegt das „Endwerk“ für die Bürger in der Gemeindeverwaltung Zinna. Dann können diese erneut Vorschläge und Anregungen abgeben. „Wenn Zinna Ende 2012 nach Torgau eingegliedert wird, wirkt sich das günstig auf die Gemeinde aus. Wir sind schon lange eng mit der Stadt Torgau verbunden, durch die Eingemeindung kann die Verwaltungsarbeit besser verteilt werden“, sagt Karin Knorscheidt.