Landkreis Leipzig (hei). Im Vergleich mit den übrigen Bewohnern Sachsens geht es den Menschen im Landkreis Leipzig gut - zumindest statistisch und im Durchschnitt. Beim verfügbaren Einkommen je Einwohner und Jahr liegt die Region zwischen Thallwitz und Kohren-Sahlis bei 16432 Euro. Das entspricht 103,5 Prozent des sächsischen Durchschnittes, darüber liegt nur noch die Stadt Chemnitz mit 104,8 Prozent. Diese Daten gelten für das Jahr 2009 und wurden gestern vom Statistischen Landesamt in Kamenz mitgeteilt.
Das verfügbare Einkommen stieg damit im Landkreis Leipzig gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent und liegt damit recht deutlich über den anderen beiden Regionen des Landesdirektionsbezirkes. Im Kreis Nordsachsen stehen den Einwohnern im Schnitt 15658 Euro zur Verfügung (98,6 Prozent des Landesdurchschnitts), in der Stadt Leipzig sogar nur 15157 Euro (95,4 Prozent). Das niedrigste Pro-Kopf-Einkommen stellte das Landesamt im Landkreis Görlitz mit 15003 Euro fest. Alle Zahlen sind allerdings mit Blick auf ganz Deutschland zu relativieren: Das verfügbare Einkommen pro Kopf in Sachsen lag bei 83,7 Prozent vom Bundesdurchschnitt.
Ein Blick auf die ebenfalls veröffentlichen durchschnittlichen Bruttolöhne macht deutlich, dass die Bewohner des Landkreises ihre Löhne und Gehälter nicht alle vor Ort verdienen. Denn in dieser Beziehung liegt der Landkreis hinter der Stadt Leipzig, dort wird deutlich besser bezahlt. Tausende von Pendlern nutzen diese Situation Tag für Tag. Zurückliegende Kaufkraftstudien belegen zudem, dass es auch innerhalb des Landkreises ein Gefälle gibt. Kommunen wie Borsdorf oder Machern erreichen in dieser Beziehung sogar den Bundesdurchschnitt, während vor allem östlich der Mulde erheblich schlechtere Werte festgestellt wurden.