Nordsachsen. Der Rettungsdienstbereichsbeirat des Landkreises Nordsachsen hat auf seiner vergangenen Sitzung ein positives Fazit gezogen. Diesem Gremium gehören unter anderem Vertreter von Verwaltung, Krankenhäusern, Krankenkassen, Hilfsorganisationen und andern Behörden an. Über die Rettungsdienstbereichsplanung sind die Organisationen miteinander gekoppelt. Eine Aufgabe des Bereichsbeirates ist es, die Träger bei der Planung der Anzahl der Rettungswachen und Außenstellen, der Anzahl der bereitstehenden Fahrzeuge und ihrer Besatzungen zu beraten und unterstützen.
Und so sehen die Einsatzzahlen in den letzten Jahren in den unterschiedlichen Rettungswachen- und Außenstellenbereichen aus: Während im Jahr 2008 noch insgesamt 43800 Einsätze im Landkreis Nordsachsen registriert wurden, waren es im Jahr 2010 bereits 48300 Einsätze und die Hochrechnung für das Jahr 2011 lässt ein Ergebnis von ca. 49200 Einsätzen erwarten. Das ist eine Steigerungsrate von rund zwölf Prozent.
Demografischer Wandel
"Auch für die Zukunft werden ähnliche Steigerungen erwartet. Ausgangspunkt der Prognose war der begonnene demografische Wandel. Er bringt Veränderungen in allen Lebensbereichen mit sich", sagt Frank Breitfeld, Betriebsleiter des Eigenbetriebes Rettungsdienst. Die Kombination von niedriger Geburtenrate und zunehmender Lebenserwartung führt zu einer immer älter werdenden Gesellschaft. Die deutliche Alterung der Gesamtbevölkerung wird auch Auswirkungen auf den öffentlichen Rettungsdienst haben. "Dieser Trend wird kurz- und mittelfristig nicht umkehrbar sein", ist sich Breitfeld sicher.
Diese Entwicklung und die gesetzliche Vorgabe, in planerisch 95 Prozent aller Notfalleinsätze den Notfallort innerhalb von zwölf Minuten erreicht zu haben, sind Grundlage für die Ermittlung des Fahrzeugbedarfs im Landkreis Nordsachsen.
Wichtigstes Planungsziel ist es, alle Rettungsfahrzeuge so zu stationieren, dass diese gesetzliche Forderung eingehalten werden kann. Planerisch konnte das im Landkreis Nordsachsen längst erreicht werden. Die Realität stellt sich dann aus den unterschiedlichsten Gründen ein klein wenig anders dar. Eine Rolle spielen dabei natürlich Witterungsverhältnisse und Verkehrsdichte auf den Straßen.
Dennoch hat der Landkreis Nordsachsen im Jahr 2010 die Vorgaben des Freistaates Sachsen zu 92 Prozent erfüllt und damit ein hervorragendes Ergebnis erzielt.
Stabile Versorgung garantiert
Im Landkreis Nordsachsen werden im Jahr 2012 in insgesamt sieben Rettungswachen und acht Außenstellen insgesamt 35 Fahrzeuge einsatzbereit gehalten. Für die personelle Besetzung der Fahrzeuge stehen dem öffentlichen Träger über 170 Rettungsassistenten und Rettungssanitäter zur Verfügung. Zur Sicherstellung der notärztlichen Versorgung kann der Landkreis aus einem Pool von rund 100 Notärzten schöpfen.
"Unser erklärtes Ziel ist und bleibt die weitere stabile Versorgung aller Bürger des Landkreises", fasst Frank Breitfeld zusammen.