Bad Düben. Der Stadtrat von Bad Düben hat den sogenannten EEA-Maßnahmeplan zur Kenntnis genommen und die Stadtverwaltung sowie das Energieteam mit dessen Umsetzung beauftragt. Die für die Kommune kostenrelavanten Punkte werden gesondert beschlossen. Im März 2012 soll es zu den Ergebnissen einen Bericht im Stadtrat geben.
Zwei Mal hat die Kurstadt den Titel European Energy Award (EEA) bereits verliehen bekommen, zuletzt 2009. "Aufgrund unserer Teilnahme gibt es diesen sogenannten EEA-Maßnahmeplan, der auch regelmäßig vom Stadtrat bestätigt werden muss", so Markus Krisch vom Bauamt der Stadt Bad Düben
2010 wurde neben einigen fortlaufenden Maßnahmen zum 1. Januar das Nahwärmenetz in Bad Düben verkauft. Der neue Eigentümer erneuerte und erweiterte die Heizungsanlage, so dass mit dem Jahreswechsel ein großer Teil der benötigten Wärmemenge durch Biomasse in Form von CO2-neutralen und damit umweltfreundlichen Holzpellets erzeugt werden kann. Mit Mitteln des Konjunkturprogramms konnten zudem im Laufe des Jahres die Kindergärten Spatzenhaus und St. Nikolai umfassend energetisch saniert werden. Für vier kommunale Objekte konnte ein Energiebedarfsausweis ausgestellt werden, der alle Informationen über die energetischen Eigenschaften des Gebäudes enthält. Der wohl größte Erfolg gelang im Dezember, als mit der Errichtung der Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Heide-Grundschule eines der ersten Bürgersolarkraftwerke im Landkreis Nordsachsen ans Netz ging. "Anderswo scheitern solche Projekte, bei uns ist gelungen", so Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Dieses Beispiel zeige zudem, dass auch die Mitwirkung von Bürgern dabei helfen könne, die Energie- und Klimaschutzkonzeption einer Stadt umzusetzen.
Der Maßnahmeplan für dieses und das kommende Jahr umfasst rund 50 Punkte, die in verschiedene Kategorien eingeordnet sind. Zu den wohl wichtigsten zählen
- die Überprüfung der Erreichung der Klimaschutzziele und Fortschreibung der Energie- und Klimaschutzkonzeption sowie die Abstimmung mit den Zielen der Neuen Pretzscher Erklärung,
- die Neuvergabe des Energiemanagements für die kommunalen Gebäude, da diese Stelle ausgelaufen ist,
- Umrüstung der bestehenden Straßenbeleuchtung auf energiesparende Technik,
- Ausbau und prägnante Gestaltung des Themas Energie- und Klimaschutz sowie ökologische Kurstadt auf der Internetseite der Stadt Bad Düben.
Die Umsetzung dieser und weiterer Maßnahmen solle sich auch bei der nächsten Bewertungsrunde für den EEA positiv auswirken, so Krisch. Diese startet 2012.