8. März 2011 Sebastian Stöber (Torgauer Zeitung)

"Es gibt keine Vorzugsvariante"

Torgau/Nordsachsen (TZ/seb). „Es gibt keine Vorzugsvariante für den Neubau der B 87n. Alle drei Varianten werden gleichberechtigt geprüft.“ Das sagte gestern der Vizepräsident der Landesdirektion Leipzig, Dr. Michael Feist, in einer Pressekonferenz am Rande des Besuchs seines Führungsstabes in Nordsachsen. Das Zustandekommen der Aussage, die Trassenführung durch die Parthenaue sei eine solche Vorzugsvariante, bezeichnete Dr. Feist als „unglücklich“. Mit der Begründung, die Vorzugsvariante würde zu teuer werden, hatte das Bundesverkehrsministerium unlängst die Ausdünnung des Bauprojekts auf Dreispurigkeit zwischen Torgau und Eilenburg begründet.
In den Gesprächen, die mehrere Stunden andauerten, widmeten sich Experten von Landesdirektion und Landkreis neben der Infrastruktur auch dem Doppelhaushalt des Landkreises Nordsachsen. Dr. Feist sprach von einem eingeschlagenen Lösungsweg, der dem Landkreis Gestaltungsspielräume offenließe. Landrat Czupalla betonte die Rolle der Direktion als Mittler zum Freistaat.