Kreisgebiet. Im Landkreis Nordsachsen ist die Arbeitslosigkeit im Juni um 488 Personen auf 13197 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote ging um 0,5 Punkte auf 11,8 Prozent (Vorjahr 12 Prozent) zurück. Im Altkreis Delitzsch steht die Quote bei 12,6 Prozent und sank damit um 0,2 Punkte. Aktuell sind in Delitzsch (3918) und Eilenburg (3230) 7148 Arbeitslose und damit 154 weniger als vor vier Wochen registriert. Von den 7148 Betroffenen werden 1490 in den Agenturen in Delitzsch und Eilenburg betreut, die in den ersten zwölf Monaten verantwortlich sind. Dementsprechend 5658 Kunden zählt das Jobcenter, das sich danach weiter kümmert. "Wir suchen zwingend Fachkräfte und registrieren auch sonst eine gestiegene Nachfrage nach Arbeitskräften", sagte Erika von Scheven, Agenturchefin in Delitzsch. Catrin Jubeh, Agentur-Leiterin in Eilenburg, ergänzte: "Flexibilität und Mobilität gewinnen immer mehr an Bedeutung. Und was die Qualifizierung anbelangt, trifft das auch auf Schulabgänger und Azubis zu." Heißt: Wer flexibel, mobil und qualifiziert ist, hat inzwischen große Chancen, eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle zu finden.
In Nordsachsen gibt es 13742 Bedarfsgemeinschaften (Familien oder einzelne Personen, die Hilfe bekommen). 121 weniger als im Mai. In diesen Gemeinschaften leben 18703 Menschen, die Hartz IV erhalten. Weitere 5635 bekommen Sozialgeld. Die Anzahl der Empfänger von Arbeitslosengeld II ist im Juni um 1330 Personen zurückgegangen. Dazu Jobcenter-Geschäftsführer Frank Germer: "Ich freue mich, dass diese Entwicklung zum Großteil aus der Nachfrage des ersten Arbeitsmarktes resultiert." Insgesamt 378 Jobcenter-Kunden hatten im Juni eine reguläre Beschäftigung aufgenommen. Für weitere 254 Kunden begann hingegen eine Tätigkeit im Bereich des zweiten Arbeitsmarktes. Neben der Arbeitslosigkeit weist die Agentur die Unterbeschäftigung aus, bei der auch die Teilnehmer an Arbeitsmarktmaßnahmen einschließlich zweitem Arbeitsmarkt und Weiterbildung einbezogen werden. Ende April lag die Unterbeschäftigung im Landkreis Nordsachsen bei 16386 Personen, 517 weniger als im Mai. Das entspricht einer 14,9-Prozent-Quote.