12. Oktober 2011 Frank Lehmann (Torgauer Zeitung)

Finanzspritze nicht zu Lasten der Patienten

Torgau (TZ). Unter dem Titel „ Krankenhäuser sollen Landkreis stützen“ informierte die Torgauer Zeitung in ihrer gestrigen Ausgabe über die jüngsten Pläne des Landkreises zur Sicherung des Kreishaushaltes. Da drängen sich natürlich sofort Fragen auf. Mit denen konfrontierte die TZ zunächst Jens Laser, Geschäftsführer der Kreiskrankenhaus Torgau „Johann Kentmann“ gGmbH.

TZ: Bedeutet diese Entscheidung, dass Investitionen in Gebäude, Technik und Personal des Torgauer Kreiskrankenhauses künftig nur noch sehr begrenzt oder gar nicht mehr erfolgen können?
J. Laser:
Auf keinen Fall. Wir werden auch weiterhin über notwendige Mittel verfügen, um ein modernes Krankenhaus mit einem fachlich spezialisierten Leistungsspektrum sowie hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeitern, insbesondere Ärzte und Schwestern, zum Wohl der Patienten vorhalten zu können.
Eine Gewinnerzielung zum Nachteil der Patienten hat das also nicht zur Folge?
Nein, in der Patientenversorgung wird es keine Lücken dadurch geben. Die Rückführung von Mitteln an den Landkreis soll maßvoll und ausgewogen durch alle Krankenhäuser mit kommunaler Beteiligung geschehen.
Was macht Sie da so sicher?
Herr Landrat Czupalla hat auch in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Kreiskrankenhaus Torgau gGmbH und mit eindeutiger Erläuterung gegenüber der Geschäftsführung, dem Betriebsrat und den Aufsichtsräten daran nie einen Zweifel aufkommen lassen.  Die Chancen zur Weiterentwicklung unseres Hauses werden gewahrt.