8. Dezember 2011 Christian Wendt (Leipziger Volkszeitung)

Fünf Projekte durchgewinkt - Ile-Koordinierungskreis gibt grünes Licht

Ostelbien. In seiner letzten Sitzung des Jahres beschloss der Ile-Koordinierungskreis Ostelbien (IKO) die ersten Projekte für das kommende Jahr. Das regionale Entscheidungs- und Bewilligungsgremium - ihm gehören zwölf stimmberechtigte und acht beratende Mitglieder an - befürwortete gleich fünf Initiativen.
"Damit wollen wir weitere wichtige Projekte für Ostelbien angehen", erklärte Regionalmanager Holger Reinboth gegenüber der LVZ. Dabei verweist der Beilroder auf die Vielfältigkeit der Vorhaben. Neben einem Privatantrag auf Gebäudeabriss, der Sanierung des denkmalgeschützten Nebengelasses der Beilroder Heilandskirche als Ergänzung des Vorhabens Gemeindezentrum sowie der dringend nötigen Instandsetzung der Kirche in Arzberg haben die IKO-Mitglieder auch das Projekt "Sanierung Hortgebäude Beilrode" als förderwürdig eingestuft. Für jenes Großvorhaben der Gemeinde Beilrode, der Gesamtumfang beläuft sich auf 476 000 Euro, sollen über das ILE-Programm 300 000 Euro bereitgestellt werden. "Für die energetische und technische Instandsetzung des Objektes besteht immenser Bedarf", begründete Reinboth die Entscheidung. Das unter Berücksichtigung der Kinderbetreuungszahlen bis 2017 auch demografisch untersetzte Vorhaben gälte als nachhaltig für die Schulstandortentwicklung in Gesamtostelbien.
Ostelbiens Regionalmanager zog an jenem Tag ein positives Ile-Fazit: "Mit dem für 2011 ausgeschöpften Budget von 582000Euro und einem Extrazuschuss in Höhe von 67000 Euro konnten wir insgesamt neun Projekte unterstützen." Neben den Straßenbaumaßnahmen in Döhlen, Rosenfeld, Döbrichau und Beilrode, der Unterstützung eines Bauvorhabens für eine junge Familie in Beilrode, einer Wirtschaftsförderungshilfe im Tiergut Zwethau und der Sanierung des Zwethauer Parks flossen auch rund 60000 Ile-Euro in den Bau der Beilroder Schulsport-Außenanlage.
Seit Beginn des Förderprogramms im Jahr 2007 flossen insgesamt 1,65 Millionen Euro an Ile-Mitteln in die Region Ostelbien. Dreißig Projekte mit einem Investitionsvolumen von 3,15 Millionen Euro konnten seitdem realisiert werden. Rund 60 Prozent davon dienen der Kofinanzierung straßenbaulicher Maßnahmen der ehemals vier Träger-Kommunen Beilrode, Arzberg, Torgau und bis zum vergangenen Jahr auch Großtreben-Zwethau.
Ostelbien ist seit 2007 eines von insgesamt 35 Fördergebieten der Integrierten ländlichen Entwicklung (Ile).