Wiesenena/Löbnitz/Zschortau (ts/if/K.W.). Für die drei unter Beobachtung stehenden Grundschulen im Altkreis Delitzsch geht es nächstes Schuljahr definitiv weiter. Die Einrichtungen in Löbnitz, Zschortau und Wiesenena haben allesamt ausreichend Anmeldungen, um im August wieder eine neue erste Klasse eröffnen zu können.
Der Status "Unter Beobachtung" wird vom Kultusministerium vergeben, wenn der jeweilige Schulstandort aufgrund zu geringer Kinderzahlen perspektivisch infrage steht. Die Grundschule der Gemeinde Wiedemar in Wiesenena etwa hatte in den vergangenen Jahren einige Male Probleme, die notwendige Anzahl von 15 Schülern zur Bildung einer ersten Klasse zusammenzubekommen. Als Alternative waren Einschulungen in Kyhna im Gespräch. Letztlich kamen aber auch vergangenes Jahr für Wiesenena die geforderten Erstklässler zusammen.
Und auch für 2011 gibt der Verwaltungsverband Wiedemar Entwarnung. "16 Anmeldungen liegen derzeit für das nächste Schuljahr vor", sagte Verbandschefin Ines Möller auf Anfrage der Kreiszeitung. Für die zweite Einrichtung im Verbandsgebiet, die Grundschule Kyhna, gebe es sogar 30 Anmeldungen, so dass dort zwei erste Klassen gebildet werden können. Und auch mittelfristig, so Möller weiter, seien auf Basis der Geburtenzahlen beide Schulstandorte gesichert.
Löbnitz hat die Hürde fürs nächste Schuljahr ebenfalls genommen. "Wir können am 20. August 15 Kindern die Zuckertüte übergeben", freut sich die Schulleiterin Uta Scherbacher. Ein Umzug einer vierköpfigen Familie samt Schulanfänger in fast letzter Minute lässt Löbnitz die Mindestschülerzahl erreichen. Doch perspektivisch will Löbnitz seinen Schulstandort auch mit Hilfe einer Schulzweckvereinbarung mit der Kurstadt Bad Düben sichern. Einen entsprechenden Auftrag zur Verhandlung erteilten die Gemeinderäte ihrem Bürgermeister Axel Wohlschläger (CDU) Ende Februar (wir berichteten).
Auch Eleonore Waldau, Leiterin der Grundschule Zschortau, blickt entspannt auf die Einschulungen im August. "Es liegen 19 feste Anmeldungen vor. Also kein Grund für Bedenken." Das gelte auch für die Folgejahre. "Die zu erwartenden Zahlen bestätigen den Beobachtungsstatus derzeit nicht", sagt sie.