Nordsachsen (TZ). Bund und Land sind sich einig, was den unbedingten Bau der B 87n angeht, wenn auch nur dreispurig. Staatssekretär Jan Mücke aus dem Bundesverkehrsministerium ist in seinem Gespräch mit TZ nicht müde geworden, eben dies zu betonen. Grund genug für TZ, diesbezüglich auch noch einmal beim Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich anzufragen. Der hatte nach der TZ-Veröffentlichung, der Freistaat würde hinter der vierspurigen Variante für die B 87n stehen, stark zurückgerudert.
Da wurde sogar der Vorwurf laut, Tillich hätte sich im Rahmen der Pressekonferenz am 6. September nicht zur Vierspurigkeit bekannt, dies nie so gesagt. Letzteres trifft zu. Der Ministerpräsident hat tatsächlich nicht wortwörtlich gesagt, dass er für eine Vierspurigkeit kämpft. Fakt ist aber, dass TZ ganz konkret gefragt hat, wie der Ministerpräsident, der sächsische Landesvater also, zum Bau einer vierspurigen B 87n steht. Und Tillichs Antwort ist bekannt, sei aber an dieser Stelle noch einmal zitiert: „Der Freistaat steht uneingeschränkt hinter der Region.
Die sich anschließende Debatte um Gesagtes und Nichtsgesagtes würde die Ausführungen des Staatssekretärs Mücke bestätigen.
Erneut hakte TZ in der Sächsischen Staatskanzlei nach und bekam folgende Antwort übermittelt durch die stellvertretende Regierungssprecherin Sandra Jäschke: „Zur heute gestellten Nachfrage … bezüglich der B 87n kann ich Ihnen nur bestätigen, dass zwischen Sachsen und dem Bund Einigkeit darin besteht, dass ein zügiger Ausbau erfolgen soll. Zu den weiteren Details hat sich Herr Staatssekretär Mücke ausführlich geäußert, in dessen Zuständigkeit das Thema liegt. Darüber hinaus habe ich …heute noch einmal klargestellt, dass sich der Ministerpräsident nicht explizit zur Frage der Anzahl der Spuren geäußert hat.“