Torgau (TZ/ej). „Integration im ehrenamtlichen Rettungsdienst“ lautet der Titel eines neuen Projektes des Deutschen Roten Kreuzes Torgau-Oschatz, das über den Lokalen Aktionsplan Nordsachsen gefördert wird. Was es mit diesem Projekt auf sich hat, erklärt Koordinator Michael Sehrt im TZ-Gespräch.
TZ: Was wird mit diesem speziellen Projekt bezweckt?
Michael Sehrt: Wir wollen künftig auch Migranten und Menschen mit Handicap in den ehrenamtlichen Rettungsdienst integrieren. Übrigens ist es einmalig in Europa, dass der Katastrophenschutz, wie hier in Deutschland, ausschließlich ehrenamtlich abgewickelt wird.
Wie bekannt wurde, startet die Aktion bereits am morgigen Samstag?
Das ist richtig. Morgen steht der erste von insgesamt drei Workshops für Führungskräfte sowohl des DRK als auch des Technischen Hilfswerkes und der Feuerwehr auf dem Programm. Referieren werden hier zum einen Vertreter aus dem Bildungsbereich und zum anderen auch aus der Praxis.
Was beinhaltet das Projekt ansonsten?
Es sind zwei weitere Workshops speziell für Migranten und Menschen mit Handicap angesetzt und für Mitte November terminisiert.
Worum wird es in diesen gehen?
Darum, die besagten Personengruppen zum Mitmachen zu motivieren. Zudem wollen wir von ihnen erfahren, wie sie sich diese Integration vorstellen, was sie selbst für möglich halten.
Im Oktober soll es noch eine Fachtagung geben?
Ein Fachforum, um genau zu sein, und zwar am 24. Oktober von 18 bis 20 Uhr auf Schloss Hartenfels. Landrat Michael Czupalla hat sich bereit erklärt, die Schirmherrschaft für das Projekt zu übernehmen und wird deshalb auch vor Ort sein. Sein Kommen zugesagt hat auch Prof. Dr. Martin Gillo (MdL), der Ausländerbeauftragte der sächsischen Landesregierung. Referieren werden an diesem Tag Vertreter der Landesverbände der Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes. Geplant haben wir ein paar Impulsreferate, sprich kurze, knackige Informationen und eine breite Diskussion.