25. August 2011 Sebastian Stöber (Torgauer Zeitung)

Kreis rudert zurück, BUND klagt weiter

Klitzschen/Nordsachsen (TZ). Die Kreisverwaltung hat ihren umstrittenen Gebührenbescheid für den BUND Sachsen drastisch nach unten korrigiert. Statt rund 25 000 Euro stellt sie dem Verein nun rund 4000 Euro für die Bearbeitung seines Widerspruchs gegen die Genehmigung einer Schweinemastanlage bei Klitzschen in Rechnung. Das teilte die Behörde gestern mit.

BUND-Chef Hans-Udo Weiland kündigte postwendend ebenfalls per Pressemitteilung an, auch gegen den korrigierten Bescheid gerichtlich vorgehen zu wollen. Der sei, ebenso wie der vorherige, fehlerhaft, begründete Weiland. Der BUND geht davon aus, dass er kostenfrei gestellt werden muss.  Der Streit um den Kostenbescheid zieht sich bereits über mehrere Monate. Auf Druck der Landesdirektion und mit einer Untätigkeitsklage des BUND im Rücken hatte die Kreisverwaltung die Kosten für den Bescheid neu berechnet. Dabei änderte sich der Status des BUND von „direkt beteiligt“ zu „Dritter“. Daraufhin orientierten sich die Kosten nun am Verwaltungsaufwand, heißt es.