Kreisgebiet. Der Landkreis Nordsachsen will künftig mehr Nutzen aus seinen Kliniken, insbesondere auch aus der Collm-Klinik ziehen als bisher. Die Kreisräte verabschiedeten jetzt eine Neufassung des Gesellschaftervertrages der Collm-Klinik Oschatz. Damit ist es künftig möglich, einen Teil des Jahresüberschusses an die Teilhaber auszuschütten. Landrat Michael Czupalla (CDU) betonte, dass die Jahresüberschüsse bisher immer in der Gesellschaft verblieben waren. "Die Überschüsse wurden für Rücklagen oder für Investitionen verwendet", so Czupalla. Das Geld darf aber entsprechend Gesellschaftervertrag nur ausschließlich und unmittelbar für steuerbegünstigte Zwecke verwendet werden. Hintergrund für die Änderung ist das Haushaltssicherungskonzept. Das sieht vor, dass der Landkreis jährlich Gelder in Höhe von drei Millionen Euro zu generieren hat. Die Gewinnabführung ist allerdings noch nicht endgültig besiegelt. Es bedarf einer abschließenden Verhandlung mit dem Mitgesellschafter der Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft. In der Frage des Geschäftsführers der Collm-Klinik gibt es derzeit noch keine Veränderung. Hans-Günter Sirrenberg bleibt vorerst weiter Geschäftsführer. In der vergangenen Woche hatte ein zweiter Bewerber zurückgezogen. Aus der Kreisverwaltung heißt es, dass man die interne Suche weiter betreibe, aber die Stelle auch öffentlich ausgeschrieben werden soll. Wann mit einem Ergebnis zu rechnen ist, wurde nicht mitgeteilt. Wahrscheinlich noch in diesem Jahr soll die Stellenbesetzung perfekt sein.