Landkreis (TZ/nw). In einer Pressemitteilung hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) das Landratsamt scharf kritisiert. Nach mehr als vier Monaten sehe sich die Behörde immer noch nicht in der Lage, über einen Widerspruch des BUND im Zusammenhang mit der Genehmigung der Schweinemastanlage Klitzschen zu entscheiden. „Die Rechtslage ist zwar eindeutig und überhaupt nicht kompliziert. Es geht allerdings um viel Geld“, so Hans-Udo Weiland. 25 000 Euro habe das Landratsamt vom BUND rechtswidrig kassiert“, monierte der Landesvorsitzende. Diesen Betrag wolle das Amt jetzt offensichtlich so lange wie möglich in der eigenen Tasche behalten, unterstellte er.
Rechtsanwalt Günther, der den BUND vertritt, habe ein Schreiben erhalten, in dem die Verzögerung mit der Anzahl der anhängigen Verfahren begründet wurde. Bis Mitte August, so hieß es, könne man damit rechnen, dass über den Widerspruch zum Kostenbescheid entschieden wird. Weiland sieht darin eine Bankrotterklärung der Behörde. Rayk Bergner, Sprecher des Landratsamtes, wollte sich gestern nicht weiter äußern. Man habe die Situation im Brief an den BUND klar dargestellt.