25. März 2011 Frank Pfütze (Leipziger Volkszeitung)

Landrat will Leipzig stärker für die neue Bundesstraße 87 begeistern

Kreisgebiet (pfü). Nordsachsens Landrat Michael Czupalla (CDU) will die Kräfte in Sachen B87n bündeln. Es gebe genügend Befürworter. Die sollen zukünftig "an einem Strang" ziehen. Czupalla wolle auch Leipzig mehr in die Verantwortung nehmen, Leipzig müsse sich "klarer zur B87n bekennen". Am 8. April gibt es einen Termin in Berlin bei Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). "Es geht darum, die Position des Landkreises noch einmal deutlich zu unterstreichen, dass die vierspurige Straße existenziell notwendig ist und gebaut werden muss", sagte Czupalla gestern beim Pressegespräch. Das Projekt ist seit 2000 im Bundesverkehrswegeplan verankert. Dieser Plan beinhaltet unter anderem, wo der Bund welche Straßen bauen will. Die B87n soll ja bekanntlich von Leipzig (Autobahn 14) über Eilenburg und Torgau weiter nach Brandenburg (Cottbus) führen. Dementsprechend groß ist die Zustimmung bereits jetzt in den Rathäusern Torgau und Cottbus. Torgaus Oberbürgermeisterin Andrea Staude (SPD) begleitet Dezernentin Angelika Stoye nach Berlin zu Ramsauer. Zeitgleich findet an diesem Tag beim Regionalen Planungsverband Westsachsen eine Verbandversammlung statt, die Dezernent Hartmut Grabmann wahrnimmt. Dort geht es darum, Grundlagen für ein Raumordnungsverfahren zu beschließen. Dieses beinhaltet unter anderem die Korridore, in denen sich die zukünftige Straße befinden könnte.