21. Februar 2011 Heike Fedorov (Leipziger Volkszeitung)

Letzte Hürde Kreishaushalt

Für Ausbau der Alten Kobershainer Straße stehen Zeichen gut

Schöna. "Müssen wir ein weiteres Jahr warten?", lautete eine der Fragen aus den Reihen des Ortschaftsrates, die zur jüngsten Sitzung Ende vergangener Woche in dem Mockrehnaer Ortsteil Schöna zur Debatte standen. Der Neubau der Alten Kobershainer Straße, die einem sehr desolaten Zustand aufweist und eher einer Buckelpiste als einer Ortsdurchfahrt ähnelt, ist beschlossen. Bleibt nur noch die Frage: Wann?
Nach neuesten Informationen ist der 2. März der Tag, an dem der Kreistag Nordsachsen darüber entscheidet, ob es, wie schon geplant, im Mai mit der Sanierung der Kreisstraße losgehen kann. "Sollte sich bei dieser Sitzung eine Mehrheit für den Kreishaushalt finden, ist Schöna in der glücklichen Lage, eine neue Straße zu bekommen. Wenn das nicht der Fall sein sollte, wird sich der Bau um ein weiteres Jahr verschieben. Noch ist der Kreishaushalt nicht genehmigt und somit hängt die Baumaßnahme Alte Kobershainer Straße noch in der Schwebe", gab Ortsvorsteher Dietmar Kloß (CDU) zu bedenken.
Das heißt, der 400 Meter Slalomparcours von der Dorfmitte bis zum Ortsausgang Richtung Kobershain, vorbei an Schlaglöchern, Resten von Asphalt und Schottersteinen könnte auch noch für mindestens weitere zwölf Monate erhalten bleiben. Das würde auch die geplante Erneuerung des parallel dazu verlaufenden Bürgermeistergrabens um ein weiteres Jahr hinauszögern. Aber die Situation stellt sich momentan gut für das 350-Seelendorf dar. Bewohner und Ortsvorsteher sind guter Hoffnung.
Als zweite öffentliche Baumaßnahme in Schöna des Jahres 2011 war die neue Ortsnetzverkabelung im Gespräch. Fast zeitgleich zum Straßenbau sollen die veralteten Oberleitungen in die Erde gebracht werden. Die nicht mehr benötigten Masten bleiben aber wegen der daran befestigten Straßenbeleuchtung bis nächstes Jahr erhalten. "Das Geld für neue Laternen steht erst 2012 zur Verfügung", sagte der Ortsvorsteher zu diesem Thema.