Nordsachsen/Taucha (pfü/bb). Währenddessen der Altkreis Delitzsch immer weniger Einwohner hat, bleibt Tauchas Bevölkerungsentwicklung stabil. Bis auf die Kleinstadt am Rande von Leipzig verzeichneten alle Städte und Gemeinden des Altkreises im letzten Jahr einen drastischen Bevölkerungsrückgang. Einzig und allein Taucha zählte per 1. Januar 2011 insgesamt 14352 Einwohner und damit immerhin 14 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Dies geht aus Daten des Statistischen Landesamtes in Kamenz hervor. Am Ende der Statistik rangiert Löbnitz an der Mulde. Der kleine Ort zwischen renaturierten Tagebaurestlöchern hat 67 Einwohnern weniger als im Vorjahr.
Im gesamten Landkreis Nordsachsen gibt es 2438 (-1,2 Prozent) Nordsachsen weniger. Auch hier steht vor Taucha als einzigem Ort ein Plus vor der Einwohnerentwicklung. Von Arzberg bis Zwochau ist die Anzahl der Nordsachsen ansonsten stark rückläufig. Wobei Löbnitz mit drei Prozent auch hier Negativ-Spitzenreiter ist, gefolgt von Trossin (-2,8 Prozent), Arzberg (-2,6) und Mügeln (-2,1). Auch Torgau (-1,0) und Oschatz (-1,3) liegen im Trend. Im benachbarten Muldental gibt es mit Mutzschen (+44 Einwohner auf nunmehr 2272) auch nur eine Kommune im Plusbereich.
Die jüngste Statistik aus Kamenz vergleicht die Entwicklung der Einwohnerzahlen vom 1. Januar bis zum 31. März dieses Jahres. Und da gibt es mit Arzberg (15 Einwohnern mehr) einen Ausreißer nach oben, gefolgt von Zschepplin und Wermsdorf (+6), Zwochau (+4), Elsnig (+3). Auch Taucha und Wiedemar liegen im Plus (+1). Nordsachsen insgesamt zählte jedoch Ende März noch einmal 608 Menschen weniger und damit 205615 (-0,3). Leipzig verzeichnet einen Zuwachs und zählt zum Stichtag 31. März 523815 Einwohner und damit 0,2 Prozent oder 932 mehr als am Jahresanfang. Dresden (+753) liegt ebenfalls im positiven Bereich, Chemnitz (-244) dahingegen nicht.