Nordsachsen (pfü). Die Wege der rechtsstaatlichen Auseinandersetzung sind verlassen, klagt der Deutsche Bauernverband (DBV) an. Brandanschläge, Einbrüche, Vorverurteilungen und Anfeindungen - viele Tierhalter sind in Sorge um ihr Hab und Gut. So etwas darf es in einem Rechtsstaat nicht geben, stellen DBV und der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft nach einem Brandanschlag auf eine Hähnchenmastanlage und einer Einbruch-Serie in Geflügelställe fest. "Wir brauchen die klare Botschaft der Politik, dass die Land- und Ernährungswirtschaft in Deutschland mit der Erzeugung von Nahrungsmitteln einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Menschen auf klarer gesetzlicher Grundlage leistet", heißt es in einer Pressemitteilung. Die beiden Spitzenverbände erinnern daran, dass durch solche kriminellen Handlungen schwerste wirtschaftliche Schäden entstehen.
Der Geschäftsführer des nordsächsischen Kreisbauernverbandes Reinhard Eggert bestätigte, dass es auch in Nordsachsen Vorkommnisse gab, bei denen in Anlagen eingedrungen und gefilmt wurde. "Solche Vorfälle gehören hoffentlich der Vergangenheit an. Wir haben seit anderthalb Jahren Ruhe", so Eggert auf Anfrage der LVZ. Das Bekenntnis der Landwirte zu einer modernen, zukunftsfähigen Landwirtschaft verpflichte zu maximaler Transparenz. Die Land- und Ernährungswirtschaft sei stolz darauf, was sie täglich leistet: nämlich die Erzeugung von hochwertigen Lebensmitteln unter höchsten Standards.
Reinhard Eggert: Solche Vorfälle gehören hoffentlich der Vergangenheit an. Wir haben seit anderthalb Jahren Ruhe.