Nordsachsen/Oschatz. Selbst im Mai werden die Bürger an den Winter erinnert. Der hat vor allem in Form von Schlaglöchern seine Handschrift auf den Straßen hinterlassen. Die Große Kreisstadt Oschatz hofft nun auf 55000 Euro aus dem Sonderprogramm für die Reparatur von Straßen. Immerhin will der sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) 65 Millionen Euro für die Landkreise locker machen. Allerdings muss ein Eigenanteil geleistet werden - ein Viertel etwa, war vom Oschatzer Beigeordneten Jörg Bringewald zu erfahren.
"Wir prüfen jetzt, wie wir den Eigenanteil aufbringen können, immerhin ist es wichtig, die Straßen in Ordnung zu bringen", so Bringewald. Aber selbst wenn das Geld zur Verfügung stehe, könnten nicht alle 81 Kilometer kommunale Straße in Oschatz repariert werden. Und so gehe es wohl den meisten Städten und Gemeinden.
Jetzt warte die Stadtverwaltung darauf, dass die Verwaltungsvorschrift, die im Entwurf vorliegt, bald in Kraft tritt. "Wenn der Zuschuss des Freistaates fließt und wir unseren Eigenanteil leisten können, dann stehen uns rund 70000 Euro zur Verfügung."
Jeder Kreis und jede Kommune möchte vom "Morlok"-Kuchen ein großes Stück abbekommen, denn die Straßenschäden sind enorm. Der Winter hat auf diesem Gebiet "ganze Arbeit" geleistet.
Jörg Bringewald verdeutlichte im Gespräch mit der Oschatzer Allgemeinen aber auch, wie die Unterstützung des Landes zu werten ist: "Dieses Geld ist die Hälfte dessen, was wir sonst im Jahr für die Unterhaltung von Straßen bekommen."