7. November 2011 Eileen Jack (Torgauer Zeitung)

Netzwerk gegen häusliche Gewalt hält an Aktionstag weiter fest

Torgau (TZ). Zum dritten Mal hatte das Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Landkreis Nordsachsen am vergangenen Freitag zum Aktionstag ins Torgauer PEP geladen. TZ sprach mit Initiatorin Ines Zschüttig vom Verein Wegweiser, konkret der Koordinierungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt.

TZ: Die dritte Auflage Frau Zschüttig. Wie ist die Resonanz in diesem Jahr?
Ines Zschüttig:
Wirklich sehr gut. Wir hatten mehrere Beratungen vor Ort und auch Anfragen für Gespräche. Viele Leute haben auch Informationsmaterial mitgenommen.

Ist das Interesse am Aktionstag in den vergangenen Jahren gewachsen?
Das kann man durchaus so sagen. Inzwischen kommen tatsächlich Menschen gezielt hierher, um sich von uns beraten zu lassen.

Wer ist „uns“?
Die Mitglieder des Netzwerkes gegen häusliche Gewalt, sprich Vertreter der Polizei, des Landratsamtes, des Weißen Rings, der Opferhilfe, der Fraueninitiative, der Täterberatungsstelle Triade und einige mehr.

Und es lohnt sich tatsächlich, in jedem Jahr wieder anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt gegen Frauen, der ja am 25. November ansteht, diesen Aufwand für einen solchen Aktionstag zu betreiben?
In jedem Fall. In erster Linie geht es ja darum, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, Menschen für das Thema zu sensibilisieren und auf die Arbeit des Netzwerkes hinzuweisen. Das ist wichtig.

Demnach wird es auch weitere Aktionstage dieser Art geben?

Natürlich. Im nächsten Jahr wollen wir das Ganze aber noch ein wenig anders gestalten, den Infostand zum Beispiel gemütlicher einrichten, vielleicht auch ein wenig Kaffee und Kuchen ausschenken, um noch besser ins Gespräch kommen zu können.