Audenhain/Mockrehna (TZ). Nach der Fertigstellung des neuen Mittelschulgebäudes geht es in den nächsten Wochen mit anderen Bauabschnitten zügig und nahtlos weiter am Standort Mockrehna. Bei der letzten Ratssitzung am Donnerstag in Audenhain wurden insgesamt acht Aufträge in Höhe von immerhin rund 950 000 Euro an Firmen vergeben, unter anderem die Bauhauptleistungen für den Verbinder sowie Erweiterungsbau und Hauptgebäude, Abriss des alten Verbinders, Putz-, Trockenbau-, Tischler- und Estricharbeiten. Bürgermeister Peter Klepel zeigte sich hinterher erfreut: „Wir sind mit insgesamt rund 7700 Euro unter der veranschlagten Summe im Budget geblieben, was die heutigen Vergaben angeht.“ René Roßbach von der Bauplanung Torgau GmbH über den aktuellen Stand: „Wir konnten den Mittelschul-Neubau fristgemäß zum Schuljahresbeginn übergeben. Derzeit sind einige Firmen noch dabei, Restmängel abzustellen.“
Das Außenareal solle erst ganz zum Schluss hergerichtet werden, weil die Unternehmen Flächen benötigen unter anderem als Lagerplatz. Der Rohbau der Turnhalle sei derweil abgeschlossen, bis zum Wochenende sollten die Dachdeckerarbeiten zu 90 Prozent beendet sein, sodass die Installation verschiedener Gewerke im Inneren anlaufen kann. Im alten Schultrakt sind die Arbeiten am Fluchttreppenhaus (Anbau) erledigt, läuft die Umstellung der Heizanlage. Bis Mitte September soll die neue Heizanlage in Betrieb gehen. Mit dem Erweiterungsbau und dem Verbinder werde voraussichtlich in der dritten September-Woche begonnen. Erst geht es mit Abrissarbeiten los, dann folgt der Rohbau. „Was wir heute vergeben haben, ist finanziell alles untersetzt“, fügte Klepel hinzu. Man verzichte im Übrigen auf separate Einweihungen von Mittelschule, Turnhalle oder Heizhaus, wolle dafür lieber zum Schluss eine große Feier organisieren. „Einen Tag der offenen Tür für alle Interessierten veranstaltet die Schule im Oktober“, so Mittelschulleiterin Rosemarie Krieglsteiner. Momentan sei es schwierig, weil viele Firmen reichlich zu tun haben. „Da sind noch zahlreiche Restarbeiten. Man merkt, dass die Betriebe voll ausgelastet sind“, sagte der Bürgermeister.
Sein Antrag in einem weiteren Tagesordnungspunkt sorgte am Donnerstagabend allerdings für erhitzte Gemüter. Die Verwaltung schlug die Erhöhung der Elternanteile an den Beförderungskosten für Thallwitzer Schüler von 120 auf 150 Euro pro Schuljahr vor. Grund sind höhere Preise, die die Busunternehmen geltend machen. Erst kürzlich habe man, beteuerte Klepel, die Verträge unterschrieben, sodass man nicht eher darüber Bescheid wusste. Schulleiterin Krieglsteiner hielt den Zeitpunkt für äußerst bedenklich und legte ihr Veto ein, weil das neue Schuljahr schon läuft und die Eltern nicht vorher über die Erhöhung informiert wurden. Letztlich wurde der Beschluss nach kurzer Diskussion mit 14 zu 2 Stimmen abgelehnt. Im Haushalt 2011 der Gemeinde sind Schülerbeförderungskosten für Thallwitzer Schüler in Höhe von 43 700 Euro eingestellt. Die Erhöhung hätte insgesamt rund 1500 Euro ausgemacht, die die Kommune nun alleine stemmen muss. Für die Schüler aus Nordsachsen steuert übrigens der Landkreis das Geld bei.