Bad Düben. Der Heimatverein der Stadt veranstaltete dieser Tage das traditionelle Bürgermeister-Gespräch. Dabei stellten die Mitglieder der Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) Fragen zu verschiedenen Themen. Lesen Sie heute Teil drei.
Freies Gymnasium
Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) antworte auf die Frage des Vereins, ob sich ein Fortschritt in Sachen freies Gymnasium abzeichne, dass es am 10. März ein Strategietreffen geben werde. An diesem nehme der Bildungsrat der Stadt teil, vertreten durch die Bürgermeisterin, Kathrin Enders (Awo), Gisbert Helbing (Stadtrat, CDU), Stefan Lange (Stadtrat, SPD), Michael Seidel (Bildungscampus-Koordinator), Mittelschulleiter Matthias Schuster, Rudolf Schäfer (Chef Bau- und Haustechnik), Sandra Neubert (Orthopädie-Technik Neubert) sowie Landrat Michael Czupalla (CDU). "Wir wollen dort das Thema Gymnasium noch einmal besprechen. Mehr kann ich dazu nicht sagen, nur so viel: Wenn es wieder ein Gymnasium geben sollte - und das wäre als Vollgymnasium möglich oder als aufgesatteltes Gymnasium auf die Mittelschule -, dann wird es eine technische Ausrichtung haben, weil es das in unseren Breiten nicht gibt. Und nur so könnten wir ein Gymnasium in Bad Düben rechtfertigen. Da müssen wir etwas ganz anderes machen als alle anderen um uns herum", sagte die Stadtchefin und zeigte sich erwartungsvoll.
Ausbildungskatalog
Die Gymnasiumspläne sind die eine Seite unter dem Dach des sogenannten Bildungscampus Bad Düben. Tatsächlich haben viele weitere Projekte begonnen, zum Beispiel gibt es seit diesem Jahr erstmals einen Gesundheitspass für die Kurstädter. Außerdem wird ein Ausbildungskatalog erarbeitet, "den wir nach den Winterferien verteilen wollen", sagte Münster. Dazu seien im Vorfeld Unternehmen in der Region angeschrieben worden mit der Bitte, der Stadt mitzuteilen, wie viele Ausbildungsplätze sie in den nächsten zwei Jahren besetzen wollen. Die Angaben kommen in den Katalog und der wird demnächst an die Schulen verteilt. "Wir haben nicht mehr ein Überangebot an Lehrlingen. Es gibt einen deutlichen Fachkräftemangel", sagte Münster. Die Stadt will mit dem Katalog eine Art Vermittlerrolle einnehmen - mit dem Ziel, junge Leute in Bad Düben zu halten. Vor allem Frauen unter 25 Jahren würden die Stadt verlassen.