29. Juli 2011 Sebastian Stöber (Torgauer Zeitung)

Nicht viel Bewegung





Oschatz/Torgau/Nordsachsen (TZ). Der Arbeitsmarkt ist im Juli stabil geblieben. In der Region Torgau ging die Arbeitslosigkeit geringfügig um 28 auf 3392 Menschen zurück. Gegenüber dem Vorjahr blieb die Arbeitslosigkeit ebenfalls nahezu unverändert (plus 26 Personen). Das teilte die Agentur für Arbeit gestern mit.

Demnach konnten 203 Personen im Juli ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden. Für weitere 87 Personen begann in diesem Monat eine Tätigkeit im Bereich des zweiten Arbeitsmarktes. Insgesamt 142 Frauen und Männer mussten sich arbeitslos melden.

Auch auf Landkreisebene waren die Veränderungen zum Vormonat marginal. Im  Landkreis Nordsachsen registrierte die Agentur 13 181 Arbeitslose – 16 weniger als im Juni. Die Arbeitslosenquote blieb im Juli unverändert bei 11,8 Prozent. Von den insgesamt 13 181 arbeitslos registrierten Personen wurden 3088 Frauen und Männer von der Arbeitsagentur (plus 112 zum Vormonat) und weitere 10 093 Personen vom Jobcenter (minus 128) betreut. Das Jobcenter (vorher ARGE) betreut im Landkreis die Empfänger von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld. Der nordsächsische Arbeitsmarkt zeigte sich im Juli erneut aufnahmefähig, wenn auch saisonal bedingt geringer als in den Frühjahrsmonaten des Jahres. Insgesamt 825 Personen konnten im Juli ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden. Für weitere 208 Personen begann im Juli eine Beschäftigung im Bereich des zweiten Arbeitsmarktes. Gleichzeitig mussten sich im Juli 666 Frauen und Männer nach einer Beschäftigung arbeitslos melden. Für weitere 70 Personen endete eine Beschäftigung im Bereich des zweiten Arbeitsmarktes.

348 neue Stellen meldeten die Unternehmen im Juli dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur und Jobcenter Nordsachsen zur Besetzung. Damit hat sich das monatliche Stellenangebot weiter stabilisiert. Der Großteil entfiel auf die Zeitarbeit (73 Stellen), das verarbeitende Gewerbe (60) und den Baubereich (57). „Etwa ein Drittel unserer Kunden sind 50 Jahre und älter“, betont Jobcenter-Geschäftsführer Frank Germer. „Der Großteil davon ist langzeitarbeitslos. Jetzt, wo die Nachfrage am Markt wieder besser ist, fehlen ihnen deswegen oft wesentliche Berufs- und Sozialkompetenzen bzw. die Mobilität. Dass der Weg zurück in den Job trotzdem erfolgreich sein kann, beweist die Praxis. Rund 400 ältere Jobcenter-Kunden konnten im bisherigen Jahresverlauf eine Beschäftigung aufnehmen. Diesen Prozess wollen wir weiter stabilisieren.“ Neben der Arbeitslosigkeit weist die Agentur für Arbeit regelmäßig die sogenannte Unterbeschäftigung aus, bei der auch die Teilnehmer an Arbeitsmarktmaßnahmen einschließlich zweitem Arbeitsmarkt und Weiterbildung einbezogen werden. Ende Juli lag die Unterbeschäftigung im Landkreis Nordsachsen bei 16 576 Personen. Das sind 133 Personen mehr als im Juni. Deutlicher fiel der Vergleich zum Vorjahr aus. Hier ging die Unterbeschäftigung um 2071 Personen bzw. 11,1 Prozent zurück. Die Unterbeschäftigungsquote lag im Juli bei 15,1 Prozent.

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