Nordsachsen (GL). Bauabfälle bilden das größte Aufkommen in der Entsorgung. Das wird in der Abfallbilanz 2010 deutlich, die zur Verbandsversammlung am Montag (wir berichteten) vorgestellt wurde. Innerhalb des noch bestehenden Gebietes des Abfallverbandes Nordsachsen (AVN) Torgau-Oschatz und Döbeln werden diese Reste jedoch nur auf der Deponie in Süptitz bei Torgau angeliefert und verwertet, so zum Wege- und Böschungsbau.
Die Bauabfälle (ohne Baustellenabfälle) sind in den Jahren 1995 bis 2010 von den erfassten acht Abfallfraktionen - dazu zählen noch Baustellenabfälle, Restabfälle aus den Haushalten, Sperrmüll, Altstoffe, Bio- und Grünabfälle, Restabfall aus Gewerbe und Industrie sowie Sonstiges - am rasantesten zurück gegangen.
Von den insgesamt rund 430000 Tonnen Abfall 1995 insgesamt, waren rund 310000 Bauabfälle. 2010 lag das Aufkommen insgesamt bei noch nicht einmal 100000 Tonnen, etwas über 30000 Tonnen davon waren Bauschutt.
AVN-Geschäftsführerin Petra Hempel begründet diese Entwicklung mit der abnehmenden Einwohnerzahl: "Die Gesamtmenge der überlassenen Abfälle hat sich im Vergleich zum Jahr 2009 insgesamt um 31500 Tonnen verringert", erklärte sie. Im Gegensatz zu 2009 seien knapp 30000 Tonnen Abfälle weniger verwertet worden, zum Beispiel Bio- und Grünabfälle oder Papier.
Da sich die Erhöhungen vorwiegend auf die Abfallfraktion Bauabfälle beziehen würden, könne festgestellt werden, dass sich sowohl die Aufkommensmengen als auch die Mengen in den haushaltstypischen Resten wie in den Vorjahren kaum verändert hätten.