Torgau (TZ). „Die neuen Planungen des Bundesverkehrsministeriums sind aus Sicht der Großen Kreisstadt Torgau nicht akzeptabel“, das erklärte Oberbürgermeisterin Andrea Staude gestern auf Nachfrage der Torgauer Zeitung. Grund für diese waren die offensichtlich eingekürzten Baupläne für die B 87n, die das Bundesverkehrsministerium kürzlich in Aussicht stellte.
Der Bundestagsabgeordnete Manfred Kolbe, Minister Frank Kupfer und auch Landrat Michael Czupalla reagierten bereits mit Briefen an den Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer. In Herzberg gründete sich eine Bürgerinitiative, die sich für die Umsetzung der ursprünglichen Baupläne, nämlich einer vierspurigen Trasse von Leipzig bis Zwethau und dann dreispurig weiter Richtung Frankfurt/Oder einsetzt (TZ berichtete). Auch Torgaus Oberbürgermeisterin Andrea Staude reagierte mit Unverständnis auf die neuesten Entwicklungen im Ministerium. „Torgau ist seit mehreren Jahren durch den Städtebund Elbe-Elsteraue aktiv bei den Bemühungen einer infrastrukturell vernünftigen Anbindung des Dreiländerecks Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen.
Dazu gab es unter anderem auch Gespräche in Berlin. Es kann einfach nicht sein, dass wir aufgrund unserer territorialen Randlage benachteiligt werden. Die Initiativen des Landkreises Nordsachsen, der Bürgerinitiative aus Herzberg und der Kampagne der IHK Cottbus unterstützen uns. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen werden wir auf jeden Fall an Bundesverkehrsminister Ramsauer schreiben und unsere Bemühungen im Städtebund intensivieren“, so die aktuellen Ausführungen der Oberbürgermeisterin auf Nachfrage der Torgauer Zeitung.