16. August 2011 Leipziger Volkszeitung

Patientenversorgung - Rettungsdienst des Landkreises rüstet auf

Nordsachsen (r.). Der Eigenbetrieb Rettungsdienst des Landkreises Nordsachsen rüstet seinen Fuhrpark in Bezug auf die medizinische Technik auf. Ziel sei eine bessere Diagnostik und Behandlung von Patienten mit Verdacht auf Herzinfarkt, teilt das Landratsamt mit.
Bereits in den zurückliegenden Jahren wurden zur Verbesserung der Versorgungsqualität sämtliche Rettungsfahrzeuge mit Zwölf-Kanal-EKG- Systemen ausgestattet. Damit könne ein akuter Herzinfarkt noch sicherer diagnostiziert werden. Seit Längerem bestünde für einen Teil der Fahrzeuge zudem die Möglichkeit, per Telemetrie EKG-Befunde in das Herzzentrum Leipzig zu übertragen. Das heißt, die EKG-Befunde können drahtlos bereits aus dem Rettungsfahrzeug oder auch noch an der Einsatzstelle an das Herzzentrum Leipzig zur Auswertung übermittelt werden.
Die Direktübertragung erfolgt ohne Zeitverlust. Dadurch kann der Notarzt sofort nach einer ersten Diagnose vor Ort in Absprache mit den stationären Spezialisten Maßnahmen für den Patienten treffen und kann die Herz­katheterbereitschaft alarmiert werden. Innerhalb der ersten Stunde, der so genannten goldenen Stunde, bestehen gute Aussichten, den Gefäßverschluss fast vollständig rückgängig zu machen.
Nachdem das Herzzentrum im Süden Leipzigs bereits seit Mai mit einer derartigen Übertragungstechnik arbeitet, wurde nun auch im Klinikum St. Georg diese Möglichkeit geschaffen. Damit die Übertragungstechnik auch von den Rettungskräften des Eigenbetriebes des Landkreises genutzt werden kann, werden gegenwärtig schrittweise dessen Rettungsfahrzeuge entsprechend ausgestattet.