24. August 2011 Sebastian Stöber (Torgauer Zeitung)

Prioritätenliste steht im November

Nordsachsen/Delitzsch (TZ). Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises hat am Montag in der Freikirchlichen Gemeinde Delitzsch die Förderrichtlinie für Kinder- und Jugendarbeit geändert. Die TZ fragte bei der amtierenden Sozialdezernentin Jutta Pfennig nach, worum es bei den Änderungen ging.
TZ: Was ist an der Förderrichtlinie neu?
Jutta Pfennig:
Die Richtlinie wurde im Wesentlichen aus formalen Gründen geändert. Zum Beispiel wurde neu definiert, dass sozialpädagogische Fachkräfte über einen sozialpädagogischen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss verfügen müssen. Der Bereich des Fachhochschulabschlusses war bisher nicht eindeutig benannt, ist aber förderfähig.
Wie viel Geld wird der Landkreis Nordsachsen kommendes Jahr zur Verfügung haben, um die Kinder- und Jugendarbeit zu fördern?
Die Förderhöhe für 2012 steht noch nicht genau fest. Da die Anzahl der Jugendeinwohner Grundlage für die Berechnung der Jugendpauschale ist, die der Kreis vom Freistaat Sachsen bekommt, wird von uns aber eine rückläufige Förderung erwartet.
Wie werden die Fördermittel dann verteilt? Es ist ja anzunehmen, dass, wie in den vergangenen Jahren auch, mehr Projektträger um Unterstützung bitten als Geld da ist.
Der Jugendhilfeausschuss wird im November die Prioritätenliste der zu fördernden Projekte beschließen.