Kreisgebiet (red). Forstminister Frank Kupfer (CDU) und Sachsenforst-Geschäftsführer Hubert Braun zogen eine positive Bilanz für den Staatsbetrieb Sachsenforst. Die Einnahmen beliefen sich allein 2010 auf 52 Millionen Euro, wobei die Mehrheit aus dem Verkauf von Holz, von Wildbret sowie aus Dienstleistungen stammt. "Neben der Versorgung der Industrie mit Holz war es uns auch im vergangenen Jahr möglich, kräftig in den Wald und in die Großschutzgebiete zu investieren", so Kupfer. Den Schwerpunkt der finanziellen Investitionen bildet das Waldumbauprogramm im Staatswald. Zwischen 2006 und 2010 wurden mit 69 Millionen Euro 5898 Hektar junge Mischwälder mit Rotbuchen, Eichen oder Weißtannen gepflanzt und damit die biologische Vielfalt erhöht. Für dieses Jahr hat sich der Staatsbetrieb wiederum 1400 Hektar Verjüngungsfläche vorgenommen. Dafür werden 8,5 Millionen Bäume benötigt und 17 Millionen Euro investiert.
Für die Instandsetzung und Pflege der Waldwege und der Brücken, die sowohl der Bewirtschaftung des Waldes als auch der Erholung der Bevölkerung dienen, wurden seit 2006 insgesamt 28 Millionen Euro ausgegeben. Sachsenforst vermarktete 2010 planmäßig wie im Jahr zuvor 958000 Kubikmeter Holz. "Die Konkurrenz von stofflicher und energetischer Holznutzung hat den Markt stark belebt und zwingt die Holzindustrie zu innovativen Produktentwicklungen und einer hohen Wertschöpfung", so Hubert Braun. Derzeit profitieren Waldbesitzer von guten Absatzmöglichkeiten. Die forstlichen Dienstleistungsunternehmen sind ausgelastet. Mit 44 Millionen Euro erzielte Sachsenforst 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent höhere Einnahmen aus dem Holzverkauf.
Die Erhaltung und Verbesserung der Schutz- und Erholungsfunktion ist eine weitere Schwerpunktaufgabe. Hier wurden in den vergangenen fünf Jahren 3862 Maßnahmen für den Natur-, Arten- und Biotopschutz außerhalb von Schutzgebieten - von der Waldwiesenmahd bis zur Moorrenaturierung - erbracht sowie auf 5483 Kilometer Wander- und Radwanderwege angelegt und unterhalten. Zwischen 2006 und 2010 flossen zur Verbesserung der Erholungsfunktion - vom Wanderweg bis zur Schutzhütte - 15,6 Millionen Euro in den Staatswald. Sachsenforst bietet außerdem forstliche Beratung und Betreuung für alle rund 85000 privaten, kirchlichen und kommunalen Waldbesitzer an. Die flächendeckende Präsenz ermöglicht es, dass die Dienstleistungen in allen Regionen Sachsens und von jedem Waldbesitzer in Anspruch genommen werden können. Seit der Gründung des Staatsbetriebes 2006 informierten sich die Waldbesitzer in mehr als 96000 Beratungsgesprächen über die Möglichkeiten der Waldbewirtschaftung, des Naturschutzes im Wald oder finanzielle Förderprogramme. Für Entwicklungs- und Monitoringleistungen des Staatsbetriebes stellte der Freistaat in den vergangenen fünf Jahren 20,2 Millionen Euro zur Verfügung.
iWeitere Informationen im Internet unter www.sachsenforst.de.