28. März 2011 Leipziger Volkszeitung

Schnelles Internet - Förderung für Bedarfsanalysen bewilligt

Kreisgebiet (red). Für die Breitbandversorgung (schneller Zugang zum Internet) wurden im Landkreis Nordsachsen bisher 13 Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalysen sowie Informationsveranstaltungen nach dem Musterleistungsbild genehmigt. Die zuwendungsfähigen Ausgaben betragen 144500 Euro. Dafür wurden Fördermittel in Höhe von 118900 Euro zugewiesen. Das teilte jetzt das Amt für Wirtschaftsförderung des Kreises mit.
Die Studien dienen zur Vorbereitung der Beseitigung der Breitbandunterversorgung in Gemeinden und Ortsteilen. Konkret sind Doberschütz, Dreiheide, Laußig, Sornzig-Ablass, Cavertitz, Dahlen, Liebschützberg (zwei Studien für Orsteile mit insgesamt Kosten in Höhe von 12700 Euro), Naundorf, Oschatz, Wermsdorf, Jesewitz und Neukyhna betroffen.
"Auf Grundlage der geprüften und bestätigten Studien erfolgten bisher fünf Bewilligungen für die Schließung der Wirtschaftlichkeitslücke der unterversorgten Ortsteile der Gemeinde Sornzig-Ablaß, der Gemeinden Liebschützberg, Naundorf und Wermsdorf. Förderunschädliche Ausschreibungen wurden bisher für die Gemeinden Doberschütz und Laußig vorgenommen. Die Förderanträge sollen nachfolgen", berichtete Amtsleiterin Uta Schladitz.
Am weitesten in der Realisierung ist die Breitbandversorgung in den Ortsteilen der ehemaligen Gemeinde Sornzig-Ablass, wo bis Mitte 2011 die Beseitigung der Unterversorgung geplant ist. Die Ausschreibung als Grundlage der Vergabe sei streng anbieter- und technologieneutral gehalten. Das Investvolumen betrage 1,2 Millionen Euro und die förderfähiger Kosten würden sich in Höhe von 885500 Euro bewegen. "Eine Studie der Gemeinde Trossin mit Kosten in Höhe von 4300Euro konnte wegen des unerlaubten vorzeitigen Maßnahmebeginns nicht gefördert werden", so Schladitz weiter.Die Herstellung der Breitbandversorgung im Rahmen der Umsetzung des Programms "Digitale Dividende" der Bundesregierung mit freigemachten Funkfrequenzen ist nach jetzigem Stand in vielen Orten keine ausreichende Alternative, da besonders in Zeiten mit hohen Nutzungsraten der Zugriff eingeschränkt ist.