Torgau (TZ/seb). Der bereits einige Jahre zurückliegende Bau der Förderschule an der Promenade hat den Kreis erneut nachträgliches Geld gekostet. 155 000 Euro schwer ist der Vergleich, den Nordsachsen und ein Planungsbüro namens Hyder Consulting vor Gericht geschlossen haben. Der Kreistag hat der Zahlung dieser Summe vergangene Woche bei fünf Enthaltungen mehrheitlich zugestimmt.
Unter dem Namen Acerplan hatte das Planungsbüro am Entstehen des Förderschulzentrums mitgewirkt. Als die Rechnungen fällig wurden, kam es zu Unstimmigkeiten zwischen dem damaligen Landkreis Torgau-Oschatz und den Ingenieuren. Der Kreis zahlte nur einen Abschlag auf die eigentliche Rechnung und behielt Teile aus verschiedenen Gründen ein.
Dagegen ging das Unternehmen rechtlich vor. Das Landgericht Leipzig schlug zunächst einen Vergleich über 130 000 Euro vor, den zwar Nordsachsen, nicht aber Hyder Consulting akzeptierte. Die wollten 185 000 Euro – schlussendlich standen 155 000 Euro. Dass der Kreistag dem zustimmte, lag auch an der Aussicht, im Falle einer wahrscheinlichen Niederlage vor Gericht deutlich mehr zahlen zu müssen.