6. September 2011 Nico Fliegner (Leipziger Volkszeitung)

Standpunkt - Mehr Geld für gute Arbeit und Ideen

Leader oder Integrierte Ländliche Entwicklung - beides sind spröde Begriffe, mit denen Otto-Normal-Bürger kaum etwas anfangen kann. Sie stehen für die ländliche Entwicklung in Nordsachsen, die mit Hilfe von EU-Fördermitteln bis 2013 zum Laufen gebracht werden soll. Und das bereits jetzt mit Erfolg, wie die beiden Regionalmanagements Delitzscher Land und Dübener Heide beweisen. Denn die vom Freistaat Sachsen allein für dieses Jahr zur Verfügung gestellten Budgets von 4 (Delitzscher Land) und 2,3 Millionen Euro (Dübener Heide) sind in beiden Fällen überzeichnet. Es liegen also mehr Projektanträge vor, als es Geld gibt. Das spricht in erster Linie für die gute Arbeit der Managements. Das spricht aber auch für die Menschen und Kommunen, die investieren, zum Beispiel Schulen und Straßen oder alte Häuser sanieren, die sonst verfallen würden. Trotz Fördermittel müssen sie einen finanziellen Eigenanteil leisten, der nicht ohne ist. Mit ihrem Engagement bekennen sie sich zur Region, glauben an die Zukunftsfähigkeit und leisten einen unschätzbaren Beitrag an Wertschöpfung, schaffen teils sogar Arbeitsplätze. Schade wäre es, wenn gute Ideen nicht mehr verwirklicht werden könnten, weil das Geld nicht da ist. An dieser Stelle ist der Freistaat gefordert, die entsprechenden Weichen zu stellen. Denn nicht alle Regionen in Sachsen rufen ihr Geld so vorbildlich ab. Es wäre hier ganz bestimmt gut angelegt.