Klingt gut, was die Junge Union angesichts der Debatte um rechtsextreme Gewalt aus dem Hut zaubert: Ehrenamt stärken, junge Leute einbinden, damit sie nicht nach rechts oder links abdriften. Freilich kann man dies alles noch mehr anregen, untersetzen und verstärken. Aber der Glaube fehlt, dass es letztlich funktioniert - und das Geld, der wohl wichtigste Punkt. Denn auch Ehrenamt ist irgendwann erschöpft und kraucht auf dem Zahnfleisch herum. Da reicht schon der Blick auf Nordsachsen, wo deutlich wird, was an Angeboten im Jugendbereich alles eingestampft wurde. Warum? Weil die Kreiskasse leer ist und der Freistaat selbst nicht sonderlich viel macht oder machen kann. Andererseits, und das hat mit Geld und Ehrenamt wohl eher weniger zu tun, ist es die mitunter permanente Verharmlosung, gerade wenn es um das Thema Rechts geht. Und zwar nach dem Motto: So etwas gibt es doch bei uns nicht. Vor allem kleine Kommunen wollen mitunter nicht wahrhaben, was wahr ist und sich vor der Haustür abspielt. Insofern ist es wieder zu begrüßen, dass sich die jungen Christdemokraten wie alle anderen auch mit Rechts intensiv auseinandersetzen. Möge die Debatte kein Strohfeuer sein und der vielen Worte Taten folgen.