Der Zweckverband Beschäftigungsförderung Nordsachsen setzt ein Achtungszeichen. Die Existenz des für den zweiten Arbeitsmarkt so wichtigen Gremiums steht auf der Kippe, wenn das Kontingent für Ein-Euro-Jobber weiter herunter geschraubt wird. Trotzdem gibt es einen Bonus. Der Etat des Verbandes für das nächste Jahr wird aufgestellt, obwohl es dafür noch einige unbekannte Größen gibt. Es ist ein eigentlich unvorstellbares Szenario, dass eine solche Struktur keine Zukunft haben soll. Welche Alternative gäbe es dann für Langzeitarbeitslose, die auf dem ersten Arbeitsmarkt - aus welchen Gründen auch immer - keinen Fuß in die Tür bekommen? Bisher waren doch immer irgendwelche Projekte dieser Art mit Mängeln behaftet. Dass die Gefahr für Unternehmen, ihnen würde damit die Arbeit weggenommen, zu groß sei, kann kein Kriterium dafür sein, dass Menschen mit Geld aus dem Steuertopf dazu verdonnert werden, zu Hause zu hocken. Gemeinnützig ist schließlich genug zu tun.