Eine bittere Pille haben die Kreisräte während ihrer nächsten Sitzung zu schlucken. Denn sie sollen die vorgeschlagene Erhöhung der Kreisumlage auf mehr als 32 Prozent zustimmen. Druck gibt es dafür von Seiten der Landesdirektion, die anderenfalls dem Etat der Kreisverwaltung ihre Zustimmung verweigern könnte. Laut Kämmerer Kai Emanuel vom Landratsamt Nordsachsen soll bis 2015 ein ausgeglichener Kreishaushalt erreicht werden. Ob die anvisierten Sparpläne in die Wirklichkeit umgesetzt werden können, bleibt allerdings fraglich. Weniger Ausgaben bei Hartz IV hält der Kämmerer zwar für möglich, allerdings will er sich auch nicht festnageln lassen. Entscheiden sich die Abgeordneten zur nächsten Sitzung für die Erhöhung der Kreisumlage, ist eines auf jeden Fall schon sicher: Den Kommunen Nordsachsens, die meist jetzt schon am Hungertuch nagen, fehlt noch mehr Geld. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als weitere Abstriche in Kauf zu nehmen.