Das war eine Rolle rückwärts, die breite Zustimmung im Kreistag fand. Darum darf der Umzug der Rettungsleitstelle nach Leipzig nun als richtiger Schritt bewertet werden. Der Kampf und die Gegenwehr haben sich gelohnt, weil jetzt ganz andere, wesentlich moderatere Bedingungen und Voraussetzungen ausgehandelt sind. Nordsachsen bekommt 4,5 Millionen Euro, das komplette Personal wird übernommen und die Mitsprache und damit Mitbestimmung sind mit dem geforderten beschließenden Ausschuss garantiert. Zudem behält der Landkreis seine Aktien an der Immobilie. Mehr geht nicht, das Maximale ist rausgeholt aus den Verhandlungen. Nun ist es wirklich egal, wo der Notruf eingeht. Nordsachsen zahlt nach jetzigem Stand der Dinge nicht drauf und ist Bestandteil und gleichberechtigter Partner der Integrierten Regionalleitstelle. Das sah vor wenigen Wochen noch ganz anders und wesentlich kritischer aus. Nordsachsen hat sich gegen die geplante "feindliche Übernahme" erfolgreich gewährt und ein akzeptables Ergebnis erreicht. Dem entsprechend groß war die Zustimmung der Abgeordneten für den Beitritt.